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Jun
25

Straßenkinder - Bleistift anstelle von Schaschlik-Spieß

Posted by HELPer in HELP Philippinen, City Mission / Fathers House

Straßenkinderarbeit City Mission Manila

Aus dem neuesten Rundbrief von HELP City Mission/Father’s House.
Liebe Freunde, während der Sommer in Deutschland langsam erst Einzug hält, liegen 2 Monate Sommerferien in brütender Hitze hinter uns im Father`s House. Nach den verheerenden Stürmen im letzten Jahr, hatten wir nun eine enorme Trockenzeit bei Temperaturen bis zu 40 Grad.

Sommerspaß - Manila - City Mission News

Das hat uns nicht davon abgehalten ein aktives Ferienprogramm für die Kinder zu gestalten, damit keine Langeweile aufkommt. Es gab jeden Tag Kinderandachten, Schwimmunterricht, Holzarbeiten, Bastelspaß, Camping und einen HipHop-Tanz-Workshop etc. Das waren im wahrsten Sinne des Wortes ereignisreiche Wochen. Mittlerweile hat hier die Schule wieder begonnen, und mit von der Partie sind auch unsere vier neuen Kinder, die wir in den vergangenen Wochen von der Straße aufnehmen konnten.

Straßenkinderarbeit City Mission ManilaZum Teil haben sie noch nie einen Bleistift in der Hand gehabt, wissen aber, wie man vor der Polizei wegläuft oder sich mit Schaschlikspießen verteidigt. Zu unserer Überraschung klappt es zurzeit sehr gut, die Kids in unsere bestehende Father`s House Truppe zu integrieren. Im Moment betreuen wir 20 Kinder und Jugendliche. MARY fühlt sich jetzt geborgen und die dicken Wunden, mit denen sie zu uns kam, sind langsam abgeheilt. Sie war von älteren Straßenkindern schwer verprügelt worden und hat manch anderes Trauma hinter sich. JUNIOR wirkte auf der Straße wie ein Halbstarker, der sich gut alleine durchschlagen kann. Nun im Father`s House angekommen, stellen wir fest, dass er ein „normaler“ neunjähriger Junge ist, der spielen und lernen möchte. Das Essen am Tisch mit Essbesteck ist eine der größten Herausforderungen für ihn bei uns. Er liebt das Fahrradfahren und geht stolz in die Schule. JAY hat sich auf der Straße alleine durchgeschlagen. Sein Vater ist wegen Mordes im Knast, und seine Mutter will mit Jay nicht mehr viel zu tun haben. Sie hat eine „neue“ Familie. Weil er klein und schmächtig ist, wurde er auf der Straße als „Underdog“ behandelt. Im Father`s House blüht er nun auf und braucht sich nicht mehr vor den Bullies zu verstecken.

GEORGY wurde vor gut fünf Jahren in unserer Gemeinschaft geboren. Ihre Mutter war ein Straßenmädchen, der wir geholfen hatten. Nach der Geburt des Babys haute sie ab. Nun bringt sie uns ihre Tochter Jay auch noch, damit sie nicht auf der Straße landet. Seit vielen Jahren gehen wir schon nach “Tropical”, einer Straßenecke in Manila, um Straßenkinder zu erreichen. Da hängen viele in finsteren Löchern und Ecken herum, kommen aus Kanälen und Schächten gekrochen. Jungs und Mädchen ab sechs Jahren, die Klebstoff schnüffeln und aufwachsen wie wilde Tiere. Männliche und weibliche Prostituierte, missbraucht von Zuhältern und der Polizei, junge Diebe, die auf ihre Opfer warten, um Handys oder Portemonnaies zu klauen. Sie sind gefürchtet und abgelehnt von den „normalen“ Filipinos. Sie sind unsere Freunde. Für sie hat Jesus sein Leben gegeben. Sie sind die Schätze der Dunkelheit, worvon Jesaja 45 spricht. Wir nehmen sie im Father`s House auf. Einen nach dem anderen. Mittlerweile haben wir schon viele von ihnen bei uns. Es spricht sich herum, wie sich die Kinder bei uns verändern und immer mehr wollen kommen.
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