Ermutigung, Begeisterung, Begegnung - das und so viel mehr war “Vision for Mission”. Hier konnten Interessierte und Teilnehmer von Kurzeinsätzen in das Thema Mission eintauchen. Zusammen mit der Stream School und der Schule für Evangelisation und Mission in Lüdenscheid veranstaltete HELP dieses Wochenend-Seminar.
Walter Heidenreich, Leiter von FCJG/HELP in Lüdenscheid, ließ uns teilhaben an den vielen Erfahrungen, die er auf seinen missionarischen Reisen gemacht hat und verdeutlichte, wie wichtig es ist, unseren Auftrag als Botschafter der Guten Nachricht wirklich wahrzunehnmen. Er begeisterte uns ganz neu, den Bibelvers ‘Strebet zuerst nach dem Reich Gottes…” (Mt. 6,33) ernst zu nehmen und zu leben. Weiterlesen >>
Aus dem neuesten Rundbrief von HELP City Mission/Father’s House.
Liebe Freunde, während der Sommer in Deutschland langsam erst Einzug hält, liegen 2 Monate Sommerferien in brütender Hitze hinter uns im Father`s House. Nach den verheerenden Stürmen im letzten Jahr, hatten wir nun eine enorme Trockenzeit bei Temperaturen bis zu 40 Grad.
Das hat uns nicht davon abgehalten ein aktives Ferienprogramm für die Kinder zu gestalten, damit keine Langeweile aufkommt. Es gab jeden Tag Kinderandachten, Schwimmunterricht, Holzarbeiten, Bastelspaß, Camping und einen HipHop-Tanz-Workshop etc. Das waren im wahrsten Sinne des Wortes ereignisreiche Wochen. Mittlerweile hat hier die Schule wieder begonnen, und mit von der Partie sind auch unsere vier neuen Kinder, die wir in den vergangenen Wochen von der Straße aufnehmen konnten.
Zum Teil haben sie noch nie einen Bleistift in der Hand gehabt, wissen aber, wie man vor der Polizei wegläuft oder sich mit Schaschlikspießen verteidigt. Zu unserer Überraschung klappt es zurzeit sehr gut, die Kids in unsere bestehende Father`s House Truppe zu integrieren. Im Moment betreuen wir 20 Kinder und Jugendliche. MARY fühlt sich jetzt geborgen und die dicken Wunden, mit denen sie zu uns kam, sind langsam abgeheilt. Sie war von älteren Straßenkindern schwer verprügelt worden und hat manch anderes Trauma hinter sich. JUNIOR wirkte auf der Straße wie ein Halbstarker, der sich gut alleine durchschlagen kann. Nun im Father`s House angekommen, stellen wir fest, dass er ein „normaler“ neunjähriger Junge ist, der spielen und lernen möchte. Das Essen am Tisch mit Essbesteck ist eine der größten Herausforderungen für ihn bei uns. Er liebt das Fahrradfahren und geht stolz in die Schule. JAY hat sich auf der Straße alleine durchgeschlagen. Sein Vater ist wegen Mordes im Knast, und seine Mutter will mit Jay nicht mehr viel zu tun haben. Sie hat eine „neue“ Familie. Weil er klein und schmächtig ist, wurde er auf der Straße als „Underdog“ behandelt. Im Father`s House blüht er nun auf und braucht sich nicht mehr vor den Bullies zu verstecken. weiterlesen >>
Von den Mitarbeitern des HELP-Kinderhauses in der Mongolei. Es ist Sonntagnachmittag. Das Haus ist auf Hochglanz geputzt, die Tische in den einzelnen Familienetagen sind hübsch gedeckt, Kuchenduft durchdringt das ganze Haus, die Kinder rennen aufgeregt herum … Ein besonderes Ereignis steht bevor: Familienbesuch! Mütter, Väter oder Geschwister, falls vorhanden, sind zu einer Zeit der Gemeinschaft eingeladen. Schon seit Tagen sind die Kinder voller Erwartung und Vorfreude, doch sie stellen sich auch die bange Frage, ob überhaupt jemand kommen wird. Schließlich haben sie so manche leidvolle Erfahrung hinter sich.
Aber außer Ariuna, deren Mutter irgendwo auf dem Land lebt, bekommen alle Besuch! Das Haus ist voller Leute, die Kinder zeigen stolz ihre Zimmer, singen Lieder, spielen kreative Stücke und tragen Gedichte vor. Sie sprudeln nur so über vor Freude. Doch auch Tränen fließen. Bei aller Wiedersehensfreude wird einigen Müttern bzw. Vätern doch schmerzhaft bewusst, welch kostbares Gut, nämlich die Familie, wegen Alkohol und anderen Problemen verlorengegangen ist.
HELP Texas arbeitet unter obdachlosen Jugendlichen. Von Andrea Wuerz. Auch wenn ich nicht auf der Straße lebe, war das HELP for all Nations Team ein grosser Segen für mich.
Ich bin 23 Jahre alt, komme aus Austin und gehe schon seit acht Jahren in die gleiche Gemeinde, wie auch das HELP Team aus Deutschland.
Als ich anfing aufs College zu gehen, hatte ich eine ziemliche Krise und ich wusste nicht, ob der christliche Glaube mir überhaupt noch was bringt. Eine der Frauen aus dem HELP Team, hat mich während dieser Zeit betreut mich und mich durch diese Krise begleitet. Das war für mich eine echte Hilfe.
Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder bei ihrer Arbeit unter obdachlosen Jugendlichen mitgeholfen. Ich habe dadurch viel gelernt und ich genieße es einfach, Zeit mit dem Team zu verbringen.
Jedes Mal, wenn ich mit ihnen zusammen bin, bin ich so ermutigt und innerlich berührt. Sie sind ein großer Segen für jeden, dem sie begegnen.
Letzten Sommer habe ich sie bei der Instandsetzung ihres neuen Grundstückes unterstützt. Zu dieser Zeit war einem Team von ihrer Missionsschule in Deutschland hier in Austin.
Bei Cream and Sugar helfen wir den Leuten, die auf der Straße leben. Wir sprechen mit ihnen, hören zu und verbringen viel Zeit mit ihnen. Mit Kaffee, Snacks und Kleidung helfen wir ihnen ganz praktisch.
Während der Arbeit mit den Runaways habe ich gemerkt, dass sie mir in vielen Dingen ganz ähnlich sind. Einige von haben im gleichen Jahr wie ich Abitur gemacht, einige sind sogar hier in Austin aufgewachsen.
Von HELP Arche Noah, einem Haus für ungewollte Kleinkinder (Manila, Philippinen).
Seit drei Wochen haben wir ein neues Projekt in der Arche angefangen. Eine kleine Vorschule für Drei- bis Fünfjährige. Schon lange ist uns die hoffnungslose Situation der Kinder in den nahegelegenen Slums ein Anliegen. Die wenigsten der Kinder gehen zur Schule und oft setzt sich damit ein Kreislauf nach unten in Gang. Die Kinder sind sich selbst überlassen, haben alle Freiheit zu tun und zu lassen, was sie wollen. Sie lernen kaum etwas über Hygiene oder Benehmen und schon gar nicht lesen und schreiben.
Vorschulen gibt es wenige hier und die kosten Geld (ca 300 Euro im Jahr), weil sie privat sind. Dazu kommt, dass für die Einschulung in die 1. Klasse alle Kinder lesen können müssen. Es gab verschiedene Versuche, den Kindern durch Sponsoren den Schulbesuch zu ermöglichen. Aber das Geld wurde meistens für Essen und andere dringende Dinge ausgegeben, und zur Schule gingen die Kinder dann doch nicht. Es ist uns bewusst, dass das Problem bei den Eltern liegt, aber wir sehen, dass all die Jahre im „Überlebenskampf“ einen hohen Preis gekostet haben.
Jeden Morgen kommen die Kinder nun an und sind begeistert über das Neue, was sie lernen können. Die Mütter würden am liebsten auch dabei bleiben und selber lernen, vielleicht machen wir das mal in einem Sommerprogramm. Wir freuen uns auf jeden Fall über den guten Start in das erste Schuljahr und sind gespannt, wie es dann weitergeht. Mehr zur Arche Noah >>
HELP for all Nations ist der amerikanische Zweig von HELP International. Zur Zeit arbeiten wir haupsächlich in Austin, Texas und dienen dort vor allem jungen Obdachlosen. Es ist unser Wunsch, sie in eine rettende und lebensverändernde Beziehung zu Jesus Christus zu führen.
Am 6. März 2010 wurde im ARD dieser Weltspiegel Bericht ausgestrahlt, der einen kleinen Einblick in das Leben der “Runaways” ermöglicht.
Von Petra Erkens, HELP Father’s House Manila. Ich schaue beim Blumengießen aus dem Fenster und muss schmunzeln: H. übt eifrig auf einem unserer Kinderfahrräder das Fahrradfahren. Zuerst eiert er noch etwas herum, aber schnell findet er einigermaßen die Balance.
Seit drei Tagen lebt er bei uns im Father`s House. Etliche Male habe ich das Phänomen erlebt, dass Kinder, die auf der Straße fast “erwachsen” wirken, weil sie alle Verantwortung für ihr Leben (und oft auch das ihrer Familien!) nehmen, mit der Ankunft im Father`s House voll in ihre Kindheit zurückfinden. Die gleichen Kids, die noch Tage zuvor um ihr Überleben kämpfen mussten, die immer übernächtigt und oft mit Drogen benebelt rumliefen, entdecken ratzfatz, dass einfaches Spielen so viel Spaß macht. Es ist fast nicht zu glauben, dass die gleichen Kinder, die sich zuvor noch an Klebstofftüten berauscht haben und sich mit Schaschlikspießen gegenseitig abstechen wollten, plötzlich vor einer Kiste mit Playmobil oder Lego sitzen
(gespendet von einem deutschen Kindergarten, mit einer Kiste nach Manila geschifft) und sich im kindlichen Spiel verlieren. Ihr Äußeres verändert sich so schnell, dass ich manchmal vergesse, wie ich sie oft noch vor kurzer Zeit auf der Straße angetroffen habe. So auch bei H.: Seine Füße waren so schwarz verkrustet, dass eine einfache Dusche sie nicht sauber gekriegt hat. Seine Haut ist vernarbt und gegerbt, aber er strahlt mich an von seinem Kinderfahrrad und ich weiß: ALLES KANN GUT WERDEN!!! Ich hole das kleine grüne Spielzeug, das er mir vor einem Jahr auf der Straße geschenkt hatte und H.s Augen strahlen: “Das kenn ich! Ich weiß noch genau, wo ich dir das gegeben habe!”, sagt er, und das macht mich echt happy! Mehr zu HELP Manila >>