Von den Mitarbeitern der neuen Reha für Alkoholiker in Ulan Bator (Mongolei). Wir freuen uns, dass wir so kurz nach der Eröffnung unseres Hauses schon mit 10 ehemaligen Alkoholikern unser Leben teilen können. “Leben teilen” bedeutet für uns, dass wir gemeinsam wohnen und die alltäglichen Dinge zusammen bewältigen. Das alles in einer friedlichen Atmosphäre.
Früher haben manche von ihnen auf der Straße gelebt, wo es natürlich ganz anders zuging. Es ist ermutigend zu sehen, wie jeder einzelne von ihnen Fortschritte macht. Dadurch, dass wir selber gute Erfahrungen in unserem christlichen Glaubensleben gemacht haben, können wir das auch im Alltag weitergeben. Mehr als die Hälfte der “Neuen” fand das so gut, dass sie diesen Glauben auch haben wollten. Wir sind gespannt, wie‘s weitergeht …
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Persönlicher Einsatzbericht. “Ich heiße Simon und lebe seid 7 Jahren in Lüdenscheid. Vor Jahren habe ich eine Drogentherapie im Haus Wiedenhof gemacht und lebe seitdem in der FCJG Gemeinschaft.
Als das HELP-USA-Team letztes Jahr auf ein neues Grundstück gezogen ist, wurde zur Mithilfe aufgerufen. Das hat mich sehr angesprochen und ich habe mir vorgenommen, für ein paar Monate nach Amerika zu kommen, um den Dienst hier zu unterstützen. Zur gleichen Zeit habe ich trotz der Wirtschaftskrise einen gut bezahlten Job bekommen, durch den ich das Geld für den Einsatz sparen konnte.
Zu Hause in Deutschland gehe ich regelmäßig mit einem Team von der Stadtmission auf die Drogenszene, wo wir gezielt Kontakt zu Drogensüchtigen suchen. Die
meisten von ihnen sind im Methadonprogramm und träumen davon irgendwann einmal clean zu sein und etwas aus ihrem Leben zu machen.

Hier auf der Szene scheint das anders zu sein. Die zum Teil sehr jungen Runaways, haben sich für ein Leben auf der Strasse entschieden. Sie identifizieren sich voll damit, als Reisende durch das
Land zu ziehen. Das spiegelt auch das Aussehen wieder. Gestern war ein 25 jähriger junger Mann bei uns im Cream And Sugar - Wohnwagen, der hatte das ganze Gesicht tätowiert. Ich dachte nur: “Was will der bloß mal aus seinem Leben machen?”

Es ist toll zu erleben, was für eine Liebe das Team für die Runaways, Obdachlosen und Drogensüchtigen hat. Hinter den harten Fassaden und Tatovierungen verstecken sich Menschen, die nur ein offenes Ohr oder eine Umarmung suchen. Sie wollen einfach geliebt sein. Das ist ein Hauptanliegen dieses Dienstes. Gottes Liebe denen zu bringen, die keiner will.
Besonders beindruckt hat mich die Vision, die unser Team hier für das LIFEHOUSE Training Center und den Dienst mit Cream And Sugar auf der Strasse hat. Sie setzen Schritt für Schritt all das um, was Gott ihnen gezeigt hat. Hier auf dem Grundstück geht es gewaltig voran und es ist toll zu sehen, was hier in nur einem Jahr entstanden ist.
Mir gefällt es hier sehr gut und ich freue mich, das ich noch einige Wochen hier sein kann.”
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Von HELP-Mongolei (Silke Schurr). Manchmal geht es turbulent zu in unserer Notschlafstelle in Ulan Bator. Ca. 50 Obdachlose, Männer, Frauen, Alte, Junge, Begabte, Schwache, ehemals Hochgestellte und schon immer „unbedeutend Gewesene“, kommen hier unter. Alles wertvolle Geschöpfe Gottes mit Namen und Geschichte, Hoffnung und Zukunft..
„Einer nach dem Anderen! Halt, warte, lass mich mal sehen, was du da in deiner Jackentasche hast…was ist in der Flasche drin?… Wasser? Riecht aber nach Wodka… das lassen wir mal schön in unserem Schrank. Du kriegst es morgen früh wieder.”
Baatar macht den Check und befördert Messer, Schraubenzieher, Alkohol und andere Gegenstände, die wir nicht in unserer Notschlafstelle im Einsatz sehen wollen, in unseren “Safe“. Von dort können sich unsere Freunde am nächsten Morgen wieder alles abholen. Auch Krückstöcke sind schon als Waffen gebraucht worden, also landen auch sie in sicherer Obhut.
„Erst Hände und Gesicht waschen…!“ „Wo ist die Seife?“ „Schon wieder alle Seifen verschwunden?“ Eigentlich ein gutes Problem, das wir mit einer Seifenverteilaktion lösen. „Sugi, du weißt doch, dass wir dich nicht reinlassen, wenn du betrunken bist. Letztes Mal gab´s nur Ärger und du musstest gehen…“ Sugi zeigt sich nicht einsichtig, so wird er eben rausbegleitet. Und kommt tags drauf (einigermaßen) nüchtern wieder.
Unsere Freunde wissen unser Haus zu schätzen, schließlich gibt’s neben einer heißen Mahlzeit und
einem warmen Plätzchen zum Übernachten auch Annahme und ermutigende Worte (persönlich oder in der Kurzbotschaft nach dem Essen), oder auch Gebet.
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Von den Mitarbeitern der HELP-Straßenkinderarbeit “City Mission / Father’s House” in Manila.
Winter und Sommer
Während in Europa der tiefste Winter tobte, hat sich hier auf den Philippinen, bereits der Sommer ausgebreitet. Nach den verheerenden Stürmen und Überschwemmungen im vergangenen Jahr ist nun eine Dürrezeit im ganzen Land. Die Wasservorräte werden knapp und damit auch der Strom und die Lebensmittel teurer. Das Land ist sehr gebeutelt und, mit den anstehenden Präsidentschaftswahlen im Mai, alles andere als friedlich.
Hilfe durch HELP
Durch die großzügigen Spenden nach der Flutkatastrophe (Sturm Ketsana 2009) konnten wir vielen Familien helfen. Wir haben Häuser wieder aufgebaut und helfen nun bei der Schulausbildung von Kindern oder bei dem Aufbau kleiner Lebensgrundlagen für Familien. Vielen Dank an alle, die gespendet haben!
Inside
Im Father`s House stellen wir uns so langsam auf die Sommerferien ein, die im April beginnen. Wir sind dankbar für die Fortschritte, die die Kinder machen. Unsere beiden neuen Mädchen (10 und 12 Jahre alt), die wir bei Kids Church Einsätzen direkt von der Straße aufgelesen haben, haben sich sehr gut eingelebt.
Das neue Father’s House
Vor kurzem war das philippinische Jugendamt bei uns zur Erneuerung unserer staatlichen Anerkennung. Das ist immer viel Papierarbeit. Die Sachbearbeiterin war sichtlich beindruckt von unserem neuen Father`s House, da ihr letzter Besuch bei uns noch im alten Gebäude in Cubao war. Das neue Gelände ist wirklich ein Geschenk und optimal für die Kinder.
Nach einer weiteren Verlängerung des Mietvertrages, soll der endgültige Kaufvertrag im Dezember diesen Jahres gemacht werden. Ein Team von uns wird dazu vom 8. bis zum 30.Mai mit unserem Leiter, einer deutschen und zwei philippinischen Mitabeiter eine Info-Tour durch Deutschland machen um kreativ über unsere Arbeit zu berichten.
Wer die Veranstaltungstermine genau wissen möchte, kann sich gerne bei uns oder im HELP Büro in Lüdenscheid melden (02351 2 00 49).
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