
Von der Arche Noah-Kinderarbeit von HELP-Philippinen.
In einem Haus wie der “Arche” ist immer was los, und manchmal wünschten wir uns etwas mehr Ruhe. Aber jetzt, während wir Rückblick halten, sehen wir viele glückliche und veränderte Kinder und das ist alle Mühe wert! Wir können von Herzen sagen, dass wir den besten Job der Welt haben und dankbar auf das vergangene Jahr zurückblicken.
Das Jahr in Kurzform:
Im Durchschnitt wurden pro Tag mit 13 Kindern:
- etwa 110 Windeln gewechselt und gewaschen.
- etwa 50 Milchflaschen und 25 Milchbecher verabreicht.
- etwa 30 kg Reis pro Woche (Milchreis, Reis, Reissuppe, Babyessen…) verbraucht.
Fünf Kinder sind ins Ausland adoptiert worden, fünf Kinder sind mit ihren Geburtsfamilien wiedervereinigt, 12 Kinder warten auf die Adoptiveltern, 1 Junge ist am gesund werden, er wird zu seiner Familie zurück gehen. Drei Kindern konnten wir zu einer Operation für Lippen/Gaumenspalte helfen.

Von HELP City Mission / Father’s House in Manila. Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Weihnachtszeit ist für uns, wie für viele andere auf der Welt, sehr aktiv und spannend. In diesem Jahr haben wir unsere Feiern in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Wir gehen mit Geschenken wie Schultaschen, Süßigkeiten, Lebensmittel und T-Shirts an verschiedene Orte der Stadt, um mit den Straßenkindern, die wir schon länger besuchen, Weihnachten zu feiern. Es wird gespielt, gesungen und gelacht. Natürlich gibt es eine weihnachtliche Geschichte und Gebet. Zum Abschluss haben wir dann jeweils ein Festessen mit gebratenem Hühnchen und Spaghetti.

Insgesamt feiern wir in diesem Jahr mit über 300 Straßenkindern und deren Familien an verschiedenen Tagen und Orten die Geburt unseres Erlösers. Ein besonderes High Light war am vergangenen Samstag unsere Kids Church. Dort hatten wir besonders Familien eingeladen, die von den schlimmen Stürmen, von vor einigen Wochen betroffen waren. In all den Jahren, die ich persönlich auf den Philippinen arbeite, habe ich noch selten so oft das Wort „Danke!“ gehört. Kinder und Verwandte waren berührt von der Hilfe, die sie u.a. durch ihre Spenden in der Zeit ihrer Not bekommen haben. Ein herzliches Dankeschön nochmal an alle, die diese Weihnachtsfeiern und die Hilfe an den Flutopfern möglich gemacht haben. So ist es in 2009 wirklich fröhliche Weihnachten für viele unserer Freunde von der Straße und aus den Slums!
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Posted by HELPer in HELP USA
Am 25. Dezember werden wir wieder eine grosse Weihnachtsparty auf der Strasse haben. Für unsere obdachlosen Freunde ist das ein Höhepunkt des Jahres, auf den sie sich schon riesig freuen.
Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir Goulaschsuppe und Donuts servieren, Kleider ausgeben, Geschenke verteilen und für Leute beten.
Da das Wetter immer kälter wird, wird auch das Leben auf den Strassen immer herausfordernder, immer härter. Wir sind dankbar, dass wir durch unser “Cream And Sugar” - Projekt in der Lage sind, einer grossen Zahl von Menschen jeden Tag helfen zu können.
Es ist wirklich erstaunlich, wie man mit wenig einen grossen Unterschied machen kann. Eine Tasse Kaffee, ein Paar saubere Socken und warme Kleidung.
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“Ate”(große Schwester), unser Freund ist tot. „ So empfingen mich die kleinen Mädchen an der Straßenecke, wo wir regelmäßig Besuche bei den Straßenkindern machen. Auf einem Stück Pappe kauern ein paar Mädchen. „Was ist passier?“ frage ich erschrocken. Die Gruppe von Straßenkindern war den Tag zuvor zum Schwimmen an einen Fluss gegangen. Ein Junge, der neu in der Kinderbande war, sprang mutig von einer höheren Klippe ins Wasser. Als er im Wasser landete, kam er nicht mehr an die Oberfläche. Seine Freunde tauchten verzweifelt nach ihm, aber konnten nur noch den Tod des Jungen feststellen. Betroffen sitze ich mit meinen kleinen Freunden auf der Pappe auf der Straße und weiß nichts mehr zu sagen. Die Kinder suchen meine Nähe nach diesem traumatischen Erlebnis. Jenalyn (11 Jahre alt und bereits abhängig vom Klebstoffschnüffeln) bemerkt “ vielleicht kann ich irgendwann mal bei euch wohnen?“ Das Father’s House ist für Kinder wie sie, um die sich sonst niemand mehr kümmert. „Ja“, sage ich und hoffe, dass sie ihre Meinung nicht ändert.
Petra Erkens

Von der HELP Drogenreha in Thailand. Ant hat so einiges hinter sich. Er war fünf Monate in unserer Reha, brach dann ab und hatte einen Rückfall. Jetzt ist er wieder hier und wir sind froh darüber. Sein “alter” Lebensstil würde ihn vielleicht Kopf und Kragen kosten. Hier seine Geschichte:
“Ich habe kaum Erinnerungen an meinen Vater. Er verließ uns, als ich 5 war. Mama erzählte, er sei heroinabhängig. Er hatte sie und meinen kleinen Bruder oft geschlagen, sodass dieser später an den Folgen starb. Als meine Mutter wieder heiratete, kränkte mich das sehr. Dieser Mann erhielt jetzt die Aufmerksamkeit, die doch mir zustand! Meine Mutter merkte, wie verletzt ich war und begann mich zu verwöhnen, doch meine Ansprüche wurden immer höher. Als Jugendlicher tat ich nur noch, was ich wollte. Tabak, Haschisch, Alkohol, Nächte in Diskotheken. Mit 17 geriet ich in eine Schlägerei, bei der ein Mensch erschossen wurde. Ich floh zu Verwandten aufs Land, bis der Fall geklärt war.
Buddhistische Klöster und Rehahäuser
Das war das Ende meiner schulischen Laufbahn und ich rutschte weiter ab. Meine Familie war überzeugt, dass ich durch strikte Religion ein besserer Mensch werden würde. So nahm ich 15 Jahre lang zahlreiche Anläufe in einem buddhistischen Kloster, um mich zu ändern. Doch jedes Mal, wenn ich raus kam, wurde es schlimmer mit mir als zuvor. Viermal war ich im Gefängnis, auch in Kranken- und Rehahäusern ging ich ein und aus.
Kaum Entzug
Als es eines Tages zum Streit mit meiner Mutter kam und ich Hilfe bei meiner Oma suchte (einer bekennenden Christin!) erzählte sie mir von Jesus und ich öffnete mein Herz. Sie brachte mich zur HELP-Reha. Als ich dort ankam, war mir bei dem Gedanken an die mir bevorstehenden Entzugsqualen sehr unwohl zumute. Doch zu meiner Überraschung hatte ich diesmal kaum Schmerzen. Es ging schnell bergauf mit mir. Trotz eines Rückfalls sehe ich Veränderungen: Ich bin ruhiger und geduldiger geworden. Wenn ich mit etwas nicht klar komme, frage ich nach. Früher bin ich vor Konflikten weggelaufen, doch Jesus hat mich verändert. Jetzt ist Freude in meinem Leben und ich blicke zuversichtlich in die Zukunft!
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