
Bei einem unserer letzten Straßeneinsätze trafen wir MariVic. Total verdreckt und zugedröhnt, mit Klebstoff unter der Nase taumelte sie auf uns zu. Dann erkannte ich, dass es sich um ein kleines Mädchen handelte. Hinter ihr her stolperten ein paar größere Jungs mit frechen Bemerkungen. Wir kamen ins Gespräch und wir luden eine ganze Gruppe von ca. 15 verlausten und abgerissenen Kindern zu Mc Donald ein. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Manager, durften wir unsere verlumpten Freunde sogar mit hinein nehmen an einen Tisch, hinten in einer Ecke. Sie freuten sich wie die Schneekönige, denn sie hatten den ganzen Tag noch nichts zu essen gehabt. Schnell fand ich heraus, dass MariVic Vollwaise ist und sich seit Jahren allein auf der Straße durchschlug. Ich lud sie ein, mit uns ins Father‘s House zu kommen und ohne lange zu überlegen, kam sie mit. Verängstigt schaute sie sich um, denn sie wusste nicht, was sie erwarten würde. Sie war bisher nur das Leben auf der Straße gewöhnt und wollte am ersten Abend auf dem Fussboden, in einer Ecke schlafen. Das frisch gemachte Bett im Mädchenzimmer war ihr sehr ungewohnt. Mittlerweile fühlt sie sich wohl und wir sind froh, ein weiteres Mitglied der Father‘s House Familie zu haben. Zurzeit haben wir Platz für ca. 24 Kinder und Jugendliche und wir sind fast voll. Petra Erkens

von Kelsey Hitzfelder
Vor einigen Jahren haben meine Familie und ein paar Freunde aus meiner Gemeinde dem “HELP for all Nations”-Team bei der Renovierung eines alten Hauses in der Innenstadt von Austin geholfen. Wir hatten damals echt viel Spaß beim Gerümpel aus dem Haus entsorgen, beim Streichen, Putzen und anderen Arbeiten.
Während der vergangenen Frühlingsferien habe ich zwei Freunde von der Uni mit nach Hause gebracht. Jennifer und Sunny sind beide koreanische Austauschstudentinnen.
Letzte Woche haben wir das Team einen Nachmittag lang bei ihrem “Cream And Sugar” - Projekt unterstützt. Hier ein paar kurze Gedanken zu dem was wir dort erlebt haben.
Eines der obdachlosen Mädchen, Amy, hatte eine Gitarre. Nachdem wir uns eine Weile mit ihr unterhalten hatten fragte Sunny, ob sie die Gitarre mal ausleihen könnte. Sunny spielte ein koreanisches Segenslied und Amy war völlig begeistert.
Amy wollte das Lied gerne lernen und Sunny verbrachte die nächsten zwei Stunden damit, ihr das Lied beizubringen. Es heisst übersetzt “Du bist geboren, um geliebt zu werden”.
Die beiden haben ihre E-Mail Adressen ausgetauscht, und als wir nach Hause gingen spielte Amy das Lied immer wieder, mit einem friedlichen Gesichtsausdruck.
Sunny schreibt über dieses Erlebnis:
Als erstes wusste ich gar nicht was ich tun sollte. Es war extrem heiss auf der Strasse und ich fühlte mich ziemlich erschöpft. Ich war immer der Meinung, dass Obdachlose gar keinen Anspruch auf kostenlose Lebensmittel, Geld oder irgend eine Hilfe hätten.
Ich hatte kein Mitgefühl oder Sympathie für sie. Aber als ich die Liebe und Hingabe erlebte, mit der das “HELP for all Nations”-Team diesen Menschen diente, war ich tief beeindruckt. Ausserdem bin so froh, dass ich in der Lage war, Amy das Segenslied beizubringen. Es war wunderbar zu erleben wie Gott ihr Herz dadurch berührt hat.
Jennifer schreibt:
Es war sehr beeindruckend für mich, einen ganzen Nachmittag mit den obdachlosen jungen Menschen zu verbringen. Viele von ihnen sind in unserem Alter oder nur ein wenig älter.
Sie wollen offenbar gar nicht zurück nach Hause gehen, sondern sie geniessen ihr “Leben in Freiheit”. Sie sind stolz auf sich. Gleichzeitig war ich sehr traurig, dass sie sich nicht wirklich Gedanken über den Sinn des Lebens machen. Sie leben einfach von Tag zu Tag.
Ich glaube, dass dieser Dienst eine wichtige Rolle im Leben dieser Menschen spielt. Ich werde auch für die Menschen auf der Strasse beten und hoffe, dass Gott für all ihre Nöte sorgen wird.

Dondon kommt aus Davao City und hat bereits eine Zeit bei “Jugend mit einer Mission”, einem weltweiten missionarischen Dienst, verbracht. Ein Pistolenschuss hat seinen Fuß verkrüppelt und er ist in ärztlicher Behandlung. „Es ist ein Wunder, dass dein Unterschenkel bis jetzt noch nicht amputiert werden musste, lass uns beten, dass die Knochenentzündung gut auf das Antibiotikum anspricht“, sagte ihm neulich sein Doktor. Wir haben schon so viel Gutes mit Gott erlebt, dass wir auch hier vertrauen und denken: Mit Gott ist alles möglich!
Manuel hat sein Programm erfolgreich beendet, er ist inzwischen in der Nachsorge und auf Arbeitssuche. Wir kennen Manuel schon seit 8 Jahren, denn er hat mehrere Anläufe gebraucht für seinen Durchbruch. Umso dankbarer sind wir für die Veränderung, die in seinem Leben stattfindet. Mit 44 Jahren ist es jetzt seine Herausforderung, einen Job zu finden.
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Von “Noahs Ark”, HELP Philippinen.
Dieses Mädchen ist ein Jahr alt. Es ist von seiner Mutter verkauft und später zurückgefordert worden.
Die Käufer wendeten sich ans Sozialamt und erfuhren zu ihrer Überraschung, dass sie sich des Kinderhandels schuldig gemacht hatten und Gefängnis droht.
Jetzt prüfen die Behörden, ob die Eltern überhaupt fähig sind, die Kleine zu versorgen. So lange ist sie bei uns in der Arche zu Hause.
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Von der “City Mission/Father’s House”-Arbeit in Manila:”
Auf den Straßen Manilas begegnen wir vielen Kindern in Not. Eines von ihnen war Richard.
Vor einem Jahr wurde der 13jährige mit seiner zehnjährigen Schwester von seiner Mutter zurückgelassen. Sie hatten zwar noch eine Oma, waren aber meistens auf der Straße zu finden. Sie schlugen sich durch mit Blumenverkauf und Betteln, wie tausende anderer Straßenkinder.
Durch regelmäßige Besuche auf der Straße bekamen wir Kontakt zu ihnen und konnten langsam ihr Vertrauen gewinnen. Wir hörten aber auch schlimme Dinge. Bei einer Messerstecherei war Richard verletzt, später von einem Auto angefahren worden.
Als wir vor kurzem wieder auf der Straße waren, hörten wir dann die schockierende Nachricht, dass Richard tot war. Mit einer frischen Schusswunde war er mit anderen Straßenkindern zusammen im Fluss schwimmen gegangen und dabei ertrunken. Das hat uns sehr betroffen!
Für uns scheint das Ganze wirklich wie ein Krieg gegen die Kinder der allzu oft mit dem Tod endet.
Wir sind hier in Manila, um diesen Krieg mit Gebet, Liebe und Hingabe für so viele Kinder wie möglich zu gewinnen.
Im Father’s House

Im Father’s House (Vaterhaus) gehen wir langsam auf die philippinischen Sommerferien zu. Wir sind sehr ermutigt über die Entwicklung unserer Father’s House Kinder. 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 23 Jahren haben ein längerfristiges Zuhause bei uns gefunden.
Sie kommen alle von der Straße, aus einem Hintergrund von Missbrauch und schwerster Vernachlässigung. Einige sind verwaist. Die meisten unserer Kinder lernen gerne und machen trotz vieler Verhaltensauffälligkeiten und teilweise starker Lernschwächen, große Fortschritte.
In Kürze mehr.
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Happy im Father’s House:



Hier kommen die Kinder oft her:



Das “Father’s House”-Gelände

Bilder aus der HELP-Drogenreha “Set Free Center”:




Von der HELP-Drogen-Reha in Omsk:
Seit sich herumgesprochen hat, dass Leute die Drogenreha bei HELP-Omsk erfolgreich abgeschlossen haben, hat das Team ständig neue Anfragen. Fast jede Woche wird ein neuer Rehagast aufgenommen. Immer wieder erleben sie, dass Rehabilitanden ihr Vertrauen auf Gott setzen und einen Neuanfang wagen. Hier sehen sie oft schon nach wenigen Monaten erstaunliche Veränderungen.
Seit kurzem treffen sie sich in ihrem Dorf nah bei Omsk auch mit Jugendlichen. Die meisten der Heranwachsenden hängen am Wochenende nur rum und betrinken sich. Unser Team, welches den “Großen” ja schon oft erfolgreich geholfen hat, möchte die jungen Leute jetzt erst mal kennenlernen und Vertrauen schaffen. Zusammen trinken sie Tee, hören Musik, machen Spiele und reden über Gott und die Welt. Später soll mehr daraus werden, zum Beispiel eine Jugendarbeit, die echte Lebensveränderung bewirkt.
- Auch in Russland spürt man die Wirtschaftskrise - viele Firmen sind ihr schon zum Opfer gefallen. Das ist natürlich nicht die beste Voraussetzung für die Rehabilitanden, die nach der Reha einen Job suchen. Jetzt hat sich durch einen Bekannten der Reha-Mannschaft die Möglichkeit eröffnet, bei einem großen Bauprojekt 750 Km entfernt mitzuarbeiten. Das Team hofft auf mehr und ist dankbar für diesen Anfang.
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