Nov
24

Abenteuer in der Mongolei

Posted by HELPer in HELP Mongolei

Gastfreundschaft in der MongoleiHans Peter und Anita Reiff lernen zur Zeit die Landessprache in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator. Später möchten sie mit einer Schreinerei ein Hilfsprojekt im Westen des Staates beginnen. Sie berichten von einer Erkundungsfahrt in das Gebiet:

“Längere Zeit wissen wir nicht, wann und wie unsere geplante Fahrt nach Olgi stattfinden kann. Pläne werden umgeworfen, neue aufgestellt. Nachdem am Vortag der Abreise unser Übersetzer abspringt, schließen wir uns einem mongolischen Einsatzteam an, das einige Tage später in den gleichen Ort fahren wird. Das „Team“ besteht letztendlich aus 2 Mitarbeiterinnen von HELP, die beide nur mongolisch sprechen… und uns beiden.

Letzter Check am Auto, mit Schraubenschlüsseln bewaffnet, unter unserem Geländewagen. Auf dem Dach ein zweiter Ersatzreifen, der Kofferraum bepackt mit Zelten, Campingkocher, Lebensmitteln. Vier Tage Fahrt liegen vor uns, 10-11 Stunden fahren wir täglich, abends schlagen wir unsere Zelte auf.
Mongolische Landschaft

                                                                                                                                                
Wir durchqueren die herrlichsten Landschaften, weite wüstenartige Steppen ebenso wie enge Täler am Fuße schneebedeckter Gipfel. Je näher wir Olgi kommen, umso höher werden die Berge, umso gigantischer der Anblick, der sich uns bietet. Mit nur einer (!) Reifenpanne erreichen wir Olgi, nach 1700 km und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h. Unser Wagen und unser Fahrer Hans-Peter haben ihr Bestes gegeben!

Manches hat sich verändert, seit wir das letzte Mal hier waren. Wir entdecken schnell das Haus, in dem wir vor längerer Zeit schon 10 Räume renoviert haben, um mittellosen kasachischen Familien zu helfen.

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Jeden Tag machen wir Besuche bei Gemeindemitgliedern, die unsere mongolische Begleiterin kennt. Wir lernen eine koreanische Missionarsfamilie kennen, die erst vor kurzem nach Olgi gezogen ist – auf beiden Seiten ist die Freude groß!

                                                                                                                                                     
Nebenbei erkunden wir die Stadt mitsamt dem Angebot in den Geschäften und auf dem Markt. Was gibt’s hier zu kaufen, was bringen wir beim Umzug später am besten mit? Beim Besuch einer Schreinerei können wir uns nur wundern über die wenigen alten, einfachen Maschinen, die wir dort sehen und die Art und Weise, wie ein Türrahmen im Freien auf der Erde zusammengezimmert wird…

Städtebau in der MongoleiWas uns angeht, sind wir sicher. das ist das richtige Projekt. Wir werden uns weiter darauf vorbereiten und sind gespannt auf alle Erlebnisse, wie wir dabei noch haben werden.

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Nov
18

Mongolei - Gebet umsonst?

Posted by mongolei in HELP Mongolei

Von unserem Team in Ulaan Baatar - Mongolei. Sorgenbeladen eilt eine Frau zum Tempel, wo sie für teures Geld die Dienste eines Lamas in Anspruch nehmen will.

Eigentlich bräuchte sie das Geld, um für ihre Familie Essen einzukaufen. Aber die Sorgen drängen…Wir sprechen sie an und fragen: “Dürfen wir für Sie , natürlich kostenlos, beten?”

Sie hält inne und setzt sich mit uns auf eine Bank, wo sie uns unter Tränen ihr Herz ausschüttet und sich uns öffnet. Nach dem Gebet steht sie sichtlich erleichtert auf, nimmt staunend und dankbar an, dass wir tatsächlich ohne Bezahlung zugehört und für sie gebetet haben.

Lachend verabschiedet sie sich: “Und jetzt gehe ich nicht mehr zum Lama, jetzt geh´ ich einkaufen!” Wir freuen uns, dass wir den Menschen hier nicht nur durch soziale Dienste sondern auch ganz praktisch aus unserem Glauben heraus helfen können.


Nov
14

Mongolei - Rettung vor dem Erfrieren

Posted by HELPer in HELP Mongolei

Rettung vor dem Erfrieren in der MongoleiObwohl der Winter für mongolische Verhältnisse recht milde angefangen hat, sind schon drei Menschen in der Hauptstadt Ulaanbaatar erfroren.

Sie waren betrunken, lagen irgendwo und niemand half. Jetzt fing unser Team wieder damit an, abends die Betrunkenen einzusammeln und in die eigene Notschlafstelle zu bringen. Dort werden sie versorgt, können ausnüchtern und man versucht ihnen auch persönlich zu helfen.


Nov
10

USA - Life Training

Posted by HELPer in HELP USA

HELP USA - Life Training Nach langem Suchen steht das Team von HELP Texas kurz davor, ein 5 Hektar großes Grundstück zu erwerben. Mit dem dann entstehenden “Lifehouse” haben sie große Pläne:
“Hier werden wir genug Platz haben, um unser Jüngerschaftsprogramm “LIFE Training” durchzuführen, aber auch Wohnraum für Mitarbeiter und Praktikanten haben.

LIFE Training bietet den jungen Obdachlosen die Chance, von der Straße wegzukommen. Sie können in einem geschützten Umfeld persönliche Heilung erfahren, in ihrer Beziehung zu Gott wachsen und Gottes Berufung für ihr Leben entdecken.

Ein Schlüssel des LIFE Trainings ist, dass die Teilnehmer mit uns leben, uns bei den täglichen Aufgaben unterstützen und Teil unserer Gemeinschaft werden. Wir ermutigen sie, den christlichen Glauben anzunehmen. Wenn sie das tun, verändert sich ihr Leben und sie finden wahren Sinn und Erfüllung. Alle diejenigen, die bereits am LIFE Training teilgenommen haben, haben eine enorme Veränderung in ihrem Leben und in ihren Beziehungen erfahren.

LIFEHOUSE wird der Dreh- und Angelpunkt unseres Dienstes sein. Unter anderem werden hier Einsatzteams trainiert, die wir in andere amerikanische Städte sowie ins Ausland aussenden werden.

Wir planen den Kauf weiterer Fertighäuser (mobile homes), um mehr Raum für LIFE Training Teilnehmer, aber auch für Mitarbeiter zu schaffen. Wir gehen davon aus, dass jedes Haus zwischen 23.000 und 30.000 Euro kosten wird. ”

Wenn Sie mehr über den Dienst von HELP Texas wissen oder das Team persönlich unterstützen möchten, klicken sie bitte auf den untenstehenden Link.
Homepage von HELP Texas >>


Nov
7

Mongolei - Abschied von einem Freund

Posted by HELPer in HELP Mongolei

HELP Mongolei - Dienst an StraßenkindernVon HELP Mongolei. Vor einiger Zeit starb unser kleiner Munchbat. Er war mit extremen Mangelerscheinungen und vielen Krankheiten zu uns gekommen, denen sein viel zu kleiner, stark geschwächter Körper einfach nicht gewachsen war. Sein Leben dauerte nur drei Jahre, die meiste Zeit davon war gekennzeichnet von Leid und Drangsal. Doch Gott hatte sein Elend gesehen und eingegriffen. Die letzten vier Monate seines Lebens verbrachte er , zusammen mit seiner Schwester, in unserem Kinderhaus. Dort hatte er alles was er brauchte, genug zu Essen, ein weiches Bett, lebensnotwendige Medizin, Gemeinschaft, liebevolle Betreuung … und darüber hinaus wurde er sogar zum Segen für alle anderen!

Obwohl er drei Jahre alt war, wog er nur 8,7 Kilo, sein Brustkorb war viel zu klein für Herz und Lunge. Seine Entwicklung hatte mit ca. 8 Monaten fast gänzlich gestoppt, als seine Mutter ihn und seine Schwester bei anderen Verwandten abgab, die sich nur sehr dürftig um die beiden kümmerten. Doch Gott hatte sein Elend gesehen und eingegriffen. Ein Beamter des Distriktes fragte uns an, ob wir die beiden Kinder nicht aufnehmen könnten. Munchbat lebte vier Monate bei uns im Kinderhaus und war ein echter Segen. Er wurde von allen Seiten mit Liebe überschüttet. Die anderen Kinder lernten durch ihn, von ihren eigenen Problemen wegzuschauen und das weiterzugeben, was sie empfangen haben.

HELP Mongolei - Dienst an StraßenkindernÜber einen Monat war er wegen einer zusätzlichen Lungenentzündung im Krankenhaus auf der Intensivstation, wo die Ärzte um sein Leben kämpften. Gott tat ein Wunder und stellte ihn soweit wieder her, dass er nach 6 Wochen entlassen werden konnte. Im August konnte er sogar mit allen anderen Kindern zusammen Ferien auf dem Land machen. Gott hat ihm am Ende seines kurzen Lebens noch vier erfüllte Monate geschenkt, in denen er keinen Mangel mehr leiden musste und sein Leben genießen konnte. „Ganz nebenbei“ hat Gott ihn auch noch benutzt, für das ganze Kinderhaus ein Segen zu sein.
Bei der Beerdigung gaben viele Kinder Zeugnis über das, was sie alles durch Munchbat gelernt haben und das er ihnen eigentlich viel mehr gegeben hat als umgekehrt.


Nov
5

Mongolei - Einsatz in Argangai

Posted by HELPer in HELP Mongolei

2.jpgVoller Erwartung fuhren wir Mitte August mit einem Einsatzteam aus Deutschland in Ulan Bator los. Der Weg führte uns vorbei an zahllosen Viehherden und wunderschöner Natur, über schlechte Straßen und durch kaum besiedeltes Gebiet. Nach zwei Tagen erreichten wir 750 km weiter westlich unser Ziel in Arhangai, einer der landschaftlich schönsten Provinzen des Landes.

Dort auf 1800 Meter Höhe lernten wir die mongolische Kultur und Gastfreundschaft und das Landleben aus nächster Nähe kennen. Täglich bekamen wir frische Milchprodukte wie köstlichen Yakjoghurt angeboten und tranken unzählige Tassen gesalzenen Milchtee. Wir waren selbst in einer mongolischen Jurte untergebracht, mussten unser Wasser vom Fluss holen und den Ofen einheizen. Man zeigte uns, wie man ein Schaf schlachtet und mongolisches Essen kocht.

Und wir waren gekommen, um das Evangelium von Jesus, die gute Botschaft der Liebe und Hoffnung, zu den Menschen zu bringen. Viele Familien, die wir besuchten, hörten uns aufmerksam zu, stellten wichtige Fragen und luden Jesus in ihr Leben ein. In einer Jurte bekehrte sich nach und nach die ganze Familie. In einer anderen Jurte beteten wir für zwei alte Frauen um Heilung ihrer Knieschmerzen. Anschließend rannte die eine Großmutter schmerzfrei einmal um ihre Jurte herum, die andere machte immer wieder strahlend Kniebeugen.

Eine andere Familie vermisste, als wir kamen, bereits seit zwei Wochen ihre Pferdeherde, ein großer finanzieller Verlust. Sie hatte schon ohne Erfolg weite Strecken abgesucht und kaum noch Hoffnung, ihre Tiere zu finden. Doch Gott erhörte unser Gebet, nach einigen Tagen waren die Pferde zur Freude aller wieder da!

Im örtlichen Krankenhaus gab eine alte Frau ihr Leben Jesus. Am nächsten Tag besuchten wir sie erneut. Im Gang kam uns bereits die Enkelin entgegen. Sie erzählte uns, dass es ihrer Großmutter besser ginge und sie viel fröhlicher sei. Wir wurden gebeten, auch die anderen Patienten zu segnen. Auf der Straße beteten wir für einen Mann um Wiederherstellung seiner Augen, da er schlecht und doppelt sah. Er würde wieder gut sehen, sagte er anschließend, und als er wegging, beobachteten wir, wie er ganz erstaunt seine Umgebung betrachtete. Einmal hielten wir mitten auf einem Feld spontan einen kleinen Kindergottesdienst.

Die Kinder sangen eifrig mit, als wir ihnen ein paar Lieder beibrachten. Zum Abschluss veranstalteten wir eine Evangelisation unter freiem Himmel. Obwohl es morgens geschneit hatte und ein kalter Wind ging, blieben etwa 100 Leute stehen und hörten zu. Und auch hier verschwanden beim Gebet für Kranke Kopf- und Gallenschmerzen.

Einmal mehr wurde uns deutlich, dass unser Herr Jesus uns bis an die „Enden der Erde“ schickt, weil es überall Menschen gibt, die er mit seiner Liebe und Kraft berühren möchte. Wir beten, dass in Arhangai noch mehr Menschen vom Evangelium ergriffen werden und der Leib Christi dort wächst und stark wird.


Nov
3

Hurricane Ike Hilfe

Posted by usa in HELP USA, Persönlich, Einsätze, ADIA

Ein Berich von Felix Wendt (Anderer Dienst im Ausland, ADIA)

Vom 17. bis 19. Oktober waren wir mit einem Team in Houston und Umgebung wo Hurricane Ike den grössten Schaden angerichtet hatte, um dort die Organisation CORE zu unterstützen. CORE ist eine Organisation die Freiwillige aus den ganzen Vereinigten Staaten unterbringt, verpflegt und an Besitzer zerstörter Häuser weiter vermittelt.

Wir waren gegen Mittag in Nassau Bay, wo CORE das Gelände einer Gemeinde als Basis nutzt. Dort wurden wir mit Werkzeug ausgestattet und von einem Mitarbeiter zu einem Haus begleitet. Das Haus hatte drei Meter unter Wasser gestanden, alles war kaputt und mit Pilz belagert. Die Eigentümerin ist eine verwittwete Rentnerin, ca. 65 Jahre alt, die zum Glück vor dem Hurricane evakuiert wurde.
Als sie nach Houston zurück kam war sie natürlich mit dem ganzen Schaden überfordert, zumal sie wie viele Amerikaner nicht versichert war. Wir haben ihr geholfen, indem wir die Vorarbeit für die Handwerker, die in den nächsten Wochen ihr Haus wieder instand setzen werden, machen konnten. Wir haben die Verkleidung von jeder einzelnen Wand abgebaut und den Innenraum mit einem Mittel ausgespritzt das den Pilz bekämpft. Das war echt eine anstrengende Arbeit.

Abends hatten wir eine gute Zeit im Camp, da auch noch zwei andere Gruppen da waren. Die eine war von der Baylor Universität in Waco, Texas und die andere war aus Mississipi.


Am nächsten Tag waren wir in Galveston Bay, bei einer Familie deren Haus auch komplett unter Wasser stand. Auch hier mussten wir alle Gipsplatten von der Wand hauen und dann das Innenleben der Wand mit Chemikalien besprühen. Hinterher standen in der ganzen Wohnung nur noch Holzgerüste anstatt Wände.

Der Eigentümer war ein richtiger Seemann. Sein Boot lag ungefähr 200 Meter entfernt vom Haus, direkt neben dem Hafen. Es wurde von den Wassermassen aufs Land gedrückt.
Er war so dankbar für unsere Hilfe, dass er uns richtiges texanisches Essen zubereitete. Mitten auf der grössten Baustelle, wo sich rundherum der Müll häufte, machte er das Radio an und bereitete Grillfleisch und Bohnen zu.


Dort in Nassau Bay ist es eigentlich sehr schön, nur ist einem natürlich nicht nach Entspannung zumute wenn man weiss, dass es viele Leute gibt, deren Altersvorsorge einfach weggespühlt wurde.
Manche Ecken der Orte sind aufgeräumt oder wurden nicht so schlimm verwüstet, aber andere Stellen sind total zerstört. Eine Frau hatte einen Jetski in ihrem Garten liegen. Auf die Frage ob das ihrer sei antwortete sie nur: “Nein, das ist der von meinem Nachbarn, drei Häuser weiter …”. Der Jetski war einfach über den Gartenzaun geschwämmt worden. Unglaublich.
Es ist sehr eindrücklich solche Verwüstungen mit eigenen Augen zu sehen. So etwas kennt man normalerweise nur aus dem Fernsehen. Vor allem war es toll, den Menschen so viel Hilfe zu bringen. Unsere geleistete Arbeit ist riesen Segen für diese Leute, die alleine für das Abreissen der Innenwände 5000 Dollar hätten bezahlen müssen.