Aug
27

Computer-Ingenieur hilft Obdachlosen

Posted by usa in HELP USA, Persönlich, Einsätze

von Terry Cole
Mein Name ist Terry. Ich bin seit dem letzten Frühling mit dem “Cream And Sugar” - Team (HELP Texas) befreundet und habe im Sommer für einige Wochen als Praktikant an ihren Einsätzen teilgenommen. Ich bin ein Computer-Ingenieur und arbeite seit 25 Jahren in der High-Tech Branche. Allerdings habe ich mich mehr und mehr mit der Situation der obdachlosen Bevölkerung von Austin beschäftigt. Ich habe in den letzten 5 Jahren ein- oder zweimal pro Woche als Freiwilliger bei einem staatlichen Sozialdienst gearbeitet, der Obdachlose im Alter von 17 bis 24 Jahren betreut und sich um ihre grundlegenden Bedürfnisse kümmert .
Im Laufe der Jahre wurde mir bewusst, dass wir hier auch einen christlichen Dienst brauchen, um genau diesen jungen Menschen zu helfen. Ich betete zu Gott, dass er Missionare nach Austin sende, um den Leuten zu dienen. Ich hatte keine Ahnung, dass während der gesamten fünf Jahre das “HELP for all Nations” - Team hier in der Gegend unterwegs war. Dann haben wir uns im vergangenen Frühling kennengelernt, weil der “Cream And Sugar”- Wohnwagen auf dem gleichen Parkplatz steht wie mein Auto. Als ich den Wohnwagen zum ersten Mal sah, klopfte ich an die Tür und wurde herzlich begrüsst.

Nachdem ich sie ein paar Mal besucht hatte eröffnete ich ihnen, dass sie die Antwort auf meine Gebete seien!
Bald wurde ich zu einem regelmässigen Besucher im Anhänger. Ich liebe es wirklich dort zu sitzen und beim Austeilen von Suppe, Kaffee und Gebäck zu helfen. Ich geniesse es, mehr über das Leben der Gäste zu erfahren, ihren Geschichten zuzuhören und sie zu ermutigen, eine Zukunft mit Jesus anzusteuern. Es ist wunderbar wenn wir ihnen ganz praktisch helfen können, aber oft müssen wir einfach damit zufrieden sein, dass wir ihnen unsere Freundschaft, moralische Unterstützung und ein offenes Ohr anbieten können. Da sie meistens von anderen Leuten gemieden oder ignoriert werden weil sie auf der Strasse leben oder süchtig sind, ist es ein grosser Segen für sie, wenn sie sich bei uns akzeptiert und angenommen fühlen.

Hier gibt es den zweiten Teil der Geschichte und Informationen zu Praktika bei HELP for all Nations.


Aug
26

Aktuelles - Missions Week mit Rick Joyner

Posted by HELPer in Vision for Mission

Als HELP-Team freuen wir uns, dass bei der von uns geplanten Missions Week vom 6. - 12. Oktober 2008 Rick Joyner mit dabei sein wird. Rick Joyner ist ein seit langem international gefragter Redner und Autor (mehr unter www.morningstarministries.org).

Die Missions Week steht in unserer Reihe von Vision for Mission-Wochenenden, die in den letzten 3 Jahren eine starke Resonanz hatten. Interessierte und Einsatzteilnehmer hatten hier die Möglichkeit, sich auf vielfältige und lebendige Art und Weise über das Thema Mission zu informieren.

Außer Rick Joyner werden bei der Missions Week Walter Heidenreich, Martin Rohsmann und die HELP-Mitarbeiter beteiligt sein, einige von Ihnen mit langer Missionserfahrung.
Vision for Mission Kurzbericht >>
Anmeldung >>


Aug
19

Philippinen - Wir rangen um Marvins Leben!

Posted by HELPer in HELP Philippinen

Ein kleiner unterernährter Junge bekommt Hilfe in der “Arche Noah”, einem Dienst von HELP International, PhilippinenVon dem HELP-Dienst “Arche Noah” in Manila.

Marvins Mutter hatte ihn, als er ein Jahr alt war, bei Nachbarn zurückgelassen. Aber auch dort gab es nicht viel zu Essen im Haus und so kam es, dass er völlig unterernährt ins Krankenhaus und dann zu uns in die Arche kam. Er war nun drei Jahre alt, wog
aber gerade mal 5 Kilo. Er hatte Würmer, Atemnot, Durchfall und Erbrechen – nichts konnte er bei sich behalten. Es sah gar nicht gut aus. Wir mussten ihn in eine weitere Klinik bringen, damit er überhaupt eine Chance hatte.

Nach zweiwöchigem Ringen um sein Leben ging es ihm dann stetig besser, so dass er schließlich zu uns zurückkommen konnte.
Marvin kannte als Essen nur weißen Reis, alles andere sortierte er aus. In der Arche lernte er, dass man sogar Gemüse und Fleisch
isst! Mittlerweile lässt er sein Essen nicht mehr stehen. Er hat laufen gelernt und fängt nun an zu sprechen.
Was vor der Welt klein und nichtig erscheint, genau das erwählt Gott. Marvin sprudelt heute über vor Freude, lacht und klatscht zur
Anbetungsmusik und selbst bei Asthmaanfällen ist er ganz tapfer.
Mehr zur “Arche Noah” >>


Aug
8

China - Eine Oma erlebt Wunder

Posted by arche in Allgemein

leonid-omsk.jpg

Eine alte Oma (84) aus Anhui- China berichtet: „Der plötzliche Tod meines Mannes
hinterliess mich mittellos: kein Geld, keine Kinder, keine Verwandten. So machte ich mich
auf in die Grosstadt und fing an zu betteln.
Als ich dann ausrutschte und meinen Oberschenkel brach, lag ich da auf dem Bahnhofsplatz und dachte – das war`s jetzt! Ich wollte nur noch sterben.!“

So fanden wir Ah Po in ihrer Hilflosigkeit . Erste Hilfe und Krankenhaus Check- Up waren angesagt und dann noch jede Menge Trost und gutes Zurreden bei uns zu Hause. Fuer die Zeit der Heilung des Beinbruches
fanden wir einen Platz fuer sie in einem christlichen Altenheim.
So weit so gut ! Doch wo sollte eine Versorgung fuer ihren Lebensabend herkommen, ohne
Papiere, Wohnung und Familie- eine nichtexistierende Exsistenz in einem Land ohne soziales Netz.
Aber Wunder passieren!:
9 Wochen- dutzende Telefongespräche, viele Gebete und etliche Besuche bei Polizeibehörden später- konnten wir Ah Po in ihre alte Wohnung aufs Land bringen.
Ihre alten Nachbarn begrüssten sie freundlich
Was war passiert: Das Herz eines Regierungsbeamte wurde bewegt.
Er gewährte der alten Frau unbürokratisch eine kleine Rente und Wohnrecht .
Tränen kullerten beim Abschied.
Ein halbes Jahr später besuchten wir Ah Po – es ging ihr gut und sie hatte sogar Anschluss zu einer Gemeide in ihrer Nachbarschaft gefunden.


Aug
4

Omsk - Reichtum, Absturz und Rettung

Posted by HELPer in HELP Sibirien

leo2.jpgLeonid, aus unserer Reha in Omsk berichtet:
Ich bin in Chanty-Mansijsk aufgewachsen, einer kleinen reichen Stadt mit großen Öl- und Gasvorkommen, die ca.1600 km nördlich von Omsk liegt. Nach der Schule, studierte ich Ingenieurwesen in Tjumen, dort lernte ich Studenten kennen, die ab und zu Heroin nahmen und bald war ich einer von ihnen. Meine Mutter hat einen gut bezahlten Job bei einem großen Gaskonzern, sodass Geld nie ein Problem war. Deshalb konnte ich mir sogar eine eigene Wohnung in Tjumen einrichten und neben dem Studium meinem Drogen- und Partyleben nachgehen.

Als ich 21 Jahre alt war, starb mein Vater und damit auch die einzige wirkliche Autoritätsperson in meinem Leben. Bis dahin hatte ich immer Angst, dass mein Doppelleben auffliegen und mein Vater mich bestrafen würde, nun aber gab es kein Halten mehr. Ich machte Kurierfahrten für Zigeuner, die mit Heroin handelten und bekam auf diese Weise soviel Stoff, wie ich nur wollte. Allmählich ahnte meine Mutter, dass etwas mit mir nicht stimmte und wollte nun genauer wissen, was ich mir von ihrem Geld kaufe. Auch mit den Zigeunern klappte es nicht mehr, weil einige von ihnen verhaftet wurden. Um meine tägliche Dosis zu finanzieren, verkaufte ich nach und nach meine ganze Wohnungseinrichtung, machte Einbrüche, Überfälle und klaute alles, was man zu Geld machen konnte.

Schon nach wenigen Monaten schnappte mich die Polizei, meine Mutter wurde benachrichtigt und holte mich zurück nach Chanty-Mansijsk.
Obwohl sie mir einen gut bezahlten Job verschaffte und ich auch eine Freundin, eine Wohnung, ein Auto, usw. hatte, war ich nicht wirklich zufrieden und bald nahm ich wieder Heroin. Ich konnte kaum eine halbe Stunde irgendwo sitzen, ohne das Gefühl zu haben, irgendetwas zu verpassen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem tieferen Sinn und Ziel im Leben und oft hatte ich Angst, an einer Überdosis zu sterben.

Auf der Suche nach einem Ausweg, arbeitete ich fünf Monate in einem Kloster in der Nähe von Omsk, aber bald darauf hing ich wieder an der Nadel. Schließlich lag ich mit einer Überdosis in meiner Wohnung und wäre fast gestorben, wenn meine Freundin mich nicht gerade noch gefunden hätte. Nach einer Woche Intensivstation, machte ich mich mit meiner Mutter wieder auf den Weg ins Kloster. Unterwegs rief jemand meine Mutter an und erzählte ihr, von einem christlichen Drogenrehazentrum in der Nähe von Omsk und so kam ich vor fast sechs Monaten hierher.

Reha OmskAnfangs habe ich keine wirkliche Veränderung erwartet und dachte ich wäre vielleicht in einer Sekte gelandet. Durch die Hilfe von Fjödr, einem älteren Gast, bekam ich ein paar Antworten aus der Bibel und verstand, dass ich meine Sünden aufrichtig vor Gott zugeben muss. Innerhalb der nächsten zwei Wochen fielen mir unzählige Dinge ein, die ich seit meiner Kindheit getan hatte und schließlich bekannte ich all das ehrlich vor Gott. Augenblicklich spürte ich Frieden und Erleichterung, wie noch nie zuvor in meinem Leben. In den folgenden Monaten lernte ich Jesus und die grundlegenden Wahrheiten der Bibel immer besser kennen und weiß jetzt, dass mein Leben wirklich einen Sinn hat. Kürzlich kamen meine Mutter und mein Bruder für ein paar Tage zu Besuch und als ich mich ehrlich bei ihnen für all den Kummer und das Leid entschuldigte, hatten sie Tränen in den Augen.
Durch den Reichtum meiner Mutter stehen mir künftig viele weltliche Türen offen, aber all das interessiert mich nicht mehr. Ich weiß jetzt, dass Jesus lebt und eine Berufung für mein Leben hat und deshalb, gib es nichts Besseres, als nach seinem Willen zu leben.“