
Ermutigung, Begeisterung, Begegnung - das und so viel mehr war “Vision for Mission”. Hier konnten Interessierte und Teilnehmer von Kurzeinsätzen in das Thema Mission eintauchen. Zusammen mit der Stream School und der Schule für Evangelisation und Mission in Lüdenscheid veranstaltete HELP dieses Wochenend-Seminar.
Walter Heidenreich, Leiter von FCJG/HELP in Lüdenscheid, ließ uns teilhaben an den vielen Erfahrungen, die er auf seinen missionarischen Reisen gemacht hat und verdeutlichte, wie wichtig es ist, unseren Auftrag als Botschafter der Guten Nachricht wirklich wahrzunehnmen. Er begeisterte uns ganz neu, den Bibelvers ‘Strebet zuerst nach dem Reich Gottes…” (Mt. 6,33) ernst zu nehmen und zu leben.
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Persönlicher Einsatzbericht. “Ich heiße Simon und lebe seid 7 Jahren in Lüdenscheid. Vor Jahren habe ich eine Drogentherapie im Haus Wiedenhof gemacht und lebe seitdem in der FCJG Gemeinschaft.
Als das HELP-USA-Team letztes Jahr auf ein neues Grundstück gezogen ist, wurde zur Mithilfe aufgerufen. Das hat mich sehr angesprochen und ich habe mir vorgenommen, für ein paar Monate nach Amerika zu kommen, um den Dienst hier zu unterstützen. Zur gleichen Zeit habe ich trotz der Wirtschaftskrise einen gut bezahlten Job bekommen, durch den ich das Geld für den Einsatz sparen konnte.
Zu Hause in Deutschland gehe ich regelmäßig mit einem Team von der Stadtmission auf die Drogenszene, wo wir gezielt Kontakt zu Drogensüchtigen suchen. Die
meisten von ihnen sind im Methadonprogramm und träumen davon irgendwann einmal clean zu sein und etwas aus ihrem Leben zu machen.

Hier auf der Szene scheint das anders zu sein. Die zum Teil sehr jungen Runaways, haben sich für ein Leben auf der Strasse entschieden. Sie identifizieren sich voll damit, als Reisende durch das
Land zu ziehen. Das spiegelt auch das Aussehen wieder. Gestern war ein 25 jähriger junger Mann bei uns im Cream And Sugar - Wohnwagen, der hatte das ganze Gesicht tätowiert. Ich dachte nur: “Was will der bloß mal aus seinem Leben machen?”

Es ist toll zu erleben, was für eine Liebe das Team für die Runaways, Obdachlosen und Drogensüchtigen hat. Hinter den harten Fassaden und Tatovierungen verstecken sich Menschen, die nur ein offenes Ohr oder eine Umarmung suchen. Sie wollen einfach geliebt sein. Das ist ein Hauptanliegen dieses Dienstes. Gottes Liebe denen zu bringen, die keiner will.
Besonders beindruckt hat mich die Vision, die unser Team hier für das LIFEHOUSE Training Center und den Dienst mit Cream And Sugar auf der Strasse hat. Sie setzen Schritt für Schritt all das um, was Gott ihnen gezeigt hat. Hier auf dem Grundstück geht es gewaltig voran und es ist toll zu sehen, was hier in nur einem Jahr entstanden ist.
Mir gefällt es hier sehr gut und ich freue mich, das ich noch einige Wochen hier sein kann.”
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Hallo! Ich heisse Peter, lebe seit 10 Jahren in Lüdenscheid und gehöre
zur FCJG Gemeinschaft. Ich wollte schon immer mal einen längeren Einsatz im Ausland machen um zu erfahren wie es ist, als Missionar zu leben.
Deshalb habe ich mich entschlossen, für drei Monate in die USA zu
fliegen, um das HELP for all Nations-Team hier vor Ort zu unterstüzen.
Das Team lebt seit Juli 2009 auf einem grossen Grundstück, ca.
20 km ausserhalb von Austin. Hier wollen sie das LIFEHOUSE Training
Center aufbauen. Das bedeutet, dass ganz viel praktische Arbeit angesagt ist. In den letzten drei Monaten haben wir echt viel geschafft. Gerade
sind wir mit einem 550 Meter langen Zaun fertig geworden. Das war ganz
schön harte Arbeit.
Missionsromantik ist hier nicht angesagt, es wird ganz normaler
Alltag gelebt. Dazu gehört auch, dass wir dreimal in der
Woche mit dem Cream And Sugar-Wohnwagen nach Austin fahren und den Runaways und Obdachlosen dienen. Vor vielen Jahren war ich selber drogenabhängig und habe durch Christen, die mich auf der Strasse angesprochen haben, Jesus kennengelernt.
Ich war schon sehr überrascht, dass es in Austin sehr viele junge und auch ältere Menschen gibt, die auf der Strasse leben. Diesen Menschen helfen wir ganz praktisch. Wir bauen Beziehungen auf und nehmen sie so an wie sie sind. Diese Annahme spüren sie. Sie sind dankbar dafür und kommen deshalb gerne zu uns in den Wohnwagen.
Auf dem LIFEHOUSE Grundstück sind wir jetzt soweit, dass wir Gäste von der
Strasse aufnehmen könnten. Das werde ich leider nicht mehr miterleben,
denn ich reise in ein paar Tagen wieder ab, bin aber sehr gespannt auf das
was Gott hier weiter tun wird.
Für mich war es eine sehr gute Zeit mit vielen Herausforderungen. Es ist wunderbar zu erleben, wie toll sich der Dienst entwickelt. Gott in allem zu vertrauen, diese Erfahrung nehme ich für mich persönlich mit. Denn ich durfte erleben wie das Team Gott vertraut und wie Gott sie in allem versorgt.
Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass es sich gelohnt hat hierher zu kommen.
Besonders für mich selbst.
Peter Hoffmann
Weitere Informationen zu Kurzzeit-Einsätzen und Praktika bei HELP for all Nations finden sie hier.
Es ist Winter und eine große Anzahl von jungen Runaways kommen wegen des milden Klimas nach Austin. Viele von ihnen lernen wir in unserem Cream and Sugar Wohnwagen kennen, denn das ist ein beliebter Aufenthaltsort für sie.
Oft haben wir die Möglichkeit mit ihnen über Jesus zu reden oder für sie zu beten. Manchmal treffen wir auch Leute, die sich nach Veränderung in ihrem Leben sehnen. Viele brauchen eigentlich nur einen Ort, wo sie zur Ruhe kommen und ein neues Leben beginnen können.
Deshalb sind wir so begeistert über unser LIFEHOUSE Grundstück! Im Moment können wir zwei Leute bei uns aufnehmen. Wir haben einen umgebauten Schulbus, der uns als kleines Apartment für LIFE Training Teilnehmer dient.
Von jetzt an können wir unseren Freunden von der Straße sagen: “Kommt doch einfach mit uns nach Hause. Wir werden euch helfen, noch einmal neu anzufangen.”
Junge Frau in Kälte zurückgelassen
In den letzten Wochen hatten wir einige gute Einsätze, und wir erleben eine größere Offenheit für Jesus.
Mit vielen Leuten hatten wir sehr gute Gespräche und einige haben sich über unser LIFE Training Programm informiert. Wir können es kaum erwarten loszulegen.

Wir empfinden eine zunehmende Dringlichkeit, junge Menschen von der Straße bei uns aufzunehmen.
Im letzten Monat sind mehrere junge Obdachlose an einer Überdosis Heroin gestorben. Einige von ihnen waren regelmäßige Gäste in unserem “Cream And Sugar” Wohnwagen. An einem Nachmittag konnten wir ganz praktisch helfen. Einige Leute haben, in der Nähe unseres Cream And Sugar Wohnwagens, Whisky getrunken und es ging drunter und drüber. Einem der Mädchen ging es gar nicht gut. Sie hatte viel zu viel getrunken, und musste sich ständig übergeben. Wir brachten ihr viel Wasser und haben immer wieder mal geschaut, ob mit ihr alles in Ordnung ist.
Plötzlich gingen alle anderen weg und ließen sie einfach mitten auf dem Parkplatz liegen. Zu dieser Zeit hat sie fest geschlafen und die Außentemperatur betrug 1°C. Nachdem wir einige von ihren Freunden wieder gefunden hatten, konnten wir sie nach Hause fahren. Wir wollten unbedingt sicherstellen, dass ihr nichts passiert.
Viele Leute da draußen sind innerlich zerbrochen und fühlen, dass sie keine Hoffnung haben - keine Zukunft. Jesus will ihnen neues Leben geben. Leben in Fülle. Das ist die Botschaft die wir bringen, und deshalb sind wir hier.
Helfen sie mit!
Mit all den Entwicklungen in unserem Dienst realisieren wir, dass Gott uns auf eine neue Ebene von geistlicher und finanzieller Verantwortung bringt.
Wir suchen nach Leuten die uns bei der Deckung der anfallenden Kosten helfen möchten.
Hier eine Übersicht:
| LIFE Training Teilnehmer: |
$200 / Monat |
| LIFEHOUSE Nebenkosten: |
$830 / Monat |
| Einsätze: |
$200 / Monat |
| Gesamt: |
$1600 / Monat |
Wenn sie uns mit einer regelmäßigen Spende, oder mit einem einmaligen Betrag unterstützen möchten, finden sie hier weitere Informationen.
Vielen herzlichen Dank!
Im Moment haben wir ein Team von unserer Missionsschule in Deutschland zu Besuch. Die Schülerinnen und Schüler sind fleißig mit dabei uns beim Aufbau des Lifehouse Trainings Zentrums zu helfen.
Hier nun ein kurzer Bericht aus ihrer Sicht:
Mein Name ist Benny Schäfer und ich hatte das Privileg, in den letzten sechs Wochen mein Leben mit den Mitarbeitern von HELP for all Nations und dem Dienst Cream and Sugar zu teilen.
Ich möchte euch nun einen kleinen Einblick geben, in das, was ich in dieser Zeit erlebt habe.
Zum einen war da die Arbeit am “Lifehouse Training Center”. In den letzten Wochen haben wir gemeinsam ein Wohnung für Lifehouse Mitarbeiter renoviert und umgebaut.
Es hat riesen Spass gemacht, sich dem ganz normalen Wahnsinn einer Baustelle hinzugeben. Zwischen schrauben, streichen, bauen, buddeln, putzen, lachen und singen, lagen die Nerven auch mal blank, aber das gehört dazu.
Zum anderen waren da noch die Einsätze in Austin. Es war eine echte Ehre mit den HELP Mitarbeitern auf die Straße zu gehen und den Runaways und Obdachlosen zu dienen.
Man konnte eine echte Offenheit und absolute Annahme bei den Leuten spüren, sobald sie hörten, dass wir Freunde von Cream And Sugar sind. Der Dienst dreht sich gar nicht so sehr um die Verpflegung, sondern um Aufmerksamkeit und Respekt.
Die Menschen von der Straße können im “Cream And Sugar Wohnwagen” Christen erleben, die ihnen zuhören und sich wirklich für sie interessieren. So erfahren sie ganz persönlich die Liebe Gottes.
Es wird handfest und spürbar. Das unterscheidet das HELP Team von anderen Versorgungsstellen in Austin.
So nun zu dem, was sich in mir an Veränderung vollzogen hat. Das absolut schöne und echt begeisternde war es zu erleben, wie Jesus mich getragen und geführt hat.
Mit viel Liebe hat er mich auf Schwächen in meinem Charakter aufmerksam gemacht und ist mit mir durch den Schmerz der Veränderung gegangen. Ich bin in meiner Beziehung zu Jesus in dieser Zeit sehr gewachsen und es das Erlebte hat meinen Glauben gefestigt.
Ich danke Gott und dem HELP-Team für die Zeit in Austin. Es war sehr segensreich und absolut erbauend. :: Benny Schäfer
Mehr Informationen zu Einsätzen und Praktika bei HELP for all Nations finden sie unter: http://www.hfan.org/de/praktikum/
Es gibt viele Möglichkeiten, mit den aktuellsten Entwicklungen bei HELP for all Nations auf dem Laufenden zu bleiben. Sie können unser Freund auf Facebook werden oder uns auf Twitter folgen. Wir haben auch einen flickr photostream. Hier finden sie aktuelle Bilder von unseren Renovierungsarbeiten.

Auszug aus dem Blog eines jungen Mannes, der als Vorbereitung für den “anderen Dienst in Ausland” (ADIA) gerade einen Einsatz bei HELP-Texas macht
“Bin jetzt seit mehr als einer Woche in Texas. Hier ist es echt cool. Ich lebe hier mit 3 Familien (2 Schweizer, 1 Deutsche) auf einem Grundstück, das 5 Hektar groß ist und etwas außerhalb von Austin liegt. Die beiden Schweizer Familien sind gerade nicht hier.



Bildergallerie (im neuen Fenster) >>
Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und fühle mich echt wohl hier. Aber ab und zu habe ich schon heimweh, ist alles noch ein bisschen fremd hier für mich. Aber des ist am Anfang glaub normal…
Wir gehen 3x die Woche mit einem Wohnwagen (Cream&Sugar) nach Austin rein und haben dann Zeit mit Obdachlosen. Wir möchten ihnen einfach dienen in dem wir ihnen zuhören und ihnen Kaffee, Wasser und Snacks (Kekse,…) anbieten. Außerdem wollen wir ihnen Gottes Wertschätzung und Liebe weitergeben.
Sonst mache ich hier praktische Sachen, wie z.B. rasenmähen oder renovieren. Auf unserem Grundstück ist ein Mobile Home, welches ziemlich heruntergewirtschaftet ist. Arbeit gibt es hier genug.
Hier leben auch jede Menge gefährliche Tiere, z.B. Klapperschlangen und Skorpione. Bis jetzt hab ich nur eine Schlange gesehen, direkt vor meiner Haustüre, das war ein Schreck. Gott sei Dank war es keine giftige und glücklicherweise wollte sie auch nichts von mir… ;-)”
Die folgenden Links öffne sich in einem neuen Fenster bzw. in einem neuen Tab.
Zum Original-Blog >>
Website HELP-USA >>
von Kelsey Hitzfelder
Vor einigen Jahren haben meine Familie und ein paar Freunde aus meiner Gemeinde dem “HELP for all Nations”-Team bei der Renovierung eines alten Hauses in der Innenstadt von Austin geholfen. Wir hatten damals echt viel Spaß beim Gerümpel aus dem Haus entsorgen, beim Streichen, Putzen und anderen Arbeiten.
Während der vergangenen Frühlingsferien habe ich zwei Freunde von der Uni mit nach Hause gebracht. Jennifer und Sunny sind beide koreanische Austauschstudentinnen.
Letzte Woche haben wir das Team einen Nachmittag lang bei ihrem “Cream And Sugar” - Projekt unterstützt. Hier ein paar kurze Gedanken zu dem was wir dort erlebt haben.
Eines der obdachlosen Mädchen, Amy, hatte eine Gitarre. Nachdem wir uns eine Weile mit ihr unterhalten hatten fragte Sunny, ob sie die Gitarre mal ausleihen könnte. Sunny spielte ein koreanisches Segenslied und Amy war völlig begeistert.
Amy wollte das Lied gerne lernen und Sunny verbrachte die nächsten zwei Stunden damit, ihr das Lied beizubringen. Es heisst übersetzt “Du bist geboren, um geliebt zu werden”.
Die beiden haben ihre E-Mail Adressen ausgetauscht, und als wir nach Hause gingen spielte Amy das Lied immer wieder, mit einem friedlichen Gesichtsausdruck.
Sunny schreibt über dieses Erlebnis:
Als erstes wusste ich gar nicht was ich tun sollte. Es war extrem heiss auf der Strasse und ich fühlte mich ziemlich erschöpft. Ich war immer der Meinung, dass Obdachlose gar keinen Anspruch auf kostenlose Lebensmittel, Geld oder irgend eine Hilfe hätten.
Ich hatte kein Mitgefühl oder Sympathie für sie. Aber als ich die Liebe und Hingabe erlebte, mit der das “HELP for all Nations”-Team diesen Menschen diente, war ich tief beeindruckt. Ausserdem bin so froh, dass ich in der Lage war, Amy das Segenslied beizubringen. Es war wunderbar zu erleben wie Gott ihr Herz dadurch berührt hat.
Jennifer schreibt:
Es war sehr beeindruckend für mich, einen ganzen Nachmittag mit den obdachlosen jungen Menschen zu verbringen. Viele von ihnen sind in unserem Alter oder nur ein wenig älter.
Sie wollen offenbar gar nicht zurück nach Hause gehen, sondern sie geniessen ihr “Leben in Freiheit”. Sie sind stolz auf sich. Gleichzeitig war ich sehr traurig, dass sie sich nicht wirklich Gedanken über den Sinn des Lebens machen. Sie leben einfach von Tag zu Tag.
Ich glaube, dass dieser Dienst eine wichtige Rolle im Leben dieser Menschen spielt. Ich werde auch für die Menschen auf der Strasse beten und hoffe, dass Gott für all ihre Nöte sorgen wird.

Die Mannschaft der HELP Drogenreha in Wien (FCJG-Wien)
Mein Name ist Daniel Lackner und ich bin seit Oktober 2008 der neue Zivildiener (österr.) bei der HELP Drogenreha in Wien. Ich habe die Gemeinschaft in den letzten Jahren durch viele meiner Freunde kennengelernt. Dann entschloss ich mich, meinen Zivildienst hier zu leisten, weil es für mich eine gute Kombination zwischen meinem Glauben und der Arbeit ist.
Für mich persönlich ist es toll, den Tag mit der Andacht und der anschließenden persönlichen Gebetszeit zu beginnen. Es gefällt mir, mit den Gästen zusammen zu arbeiten, Sport zu machen und einfach Spaß zu haben in unserer gemeinsamen Zeit. Außerdem finde ich den guten Umgang, der auch unter den Mitarbeitern herrscht, sehr
aufbauend.
Ich freue mich auf die weitere Zeit hier und hoffe, dass die Gemeinschaft von meinem Dienst profitieren kann.
Daniel
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Ein Berich von Felix Wendt (Anderer Dienst im Ausland, ADIA)

Vom 17. bis 19. Oktober waren wir mit einem Team in Houston und Umgebung wo Hurricane Ike den grössten Schaden angerichtet hatte, um dort die Organisation CORE zu unterstützen. CORE ist eine Organisation die Freiwillige aus den ganzen Vereinigten Staaten unterbringt, verpflegt und an Besitzer zerstörter Häuser weiter vermittelt.
Wir waren gegen Mittag in Nassau Bay, wo CORE das Gelände einer Gemeinde als Basis nutzt. Dort wurden wir mit Werkzeug ausgestattet und von einem Mitarbeiter zu einem Haus begleitet. Das Haus hatte drei Meter unter Wasser gestanden, alles war kaputt und mit Pilz belagert. Die Eigentümerin ist eine verwittwete Rentnerin, ca. 65 Jahre alt, die zum Glück vor dem Hurricane evakuiert wurde.
Als sie nach Houston zurück kam war sie natürlich mit dem ganzen Schaden überfordert, zumal sie wie viele Amerikaner nicht versichert war. Wir haben ihr geholfen, indem wir die Vorarbeit für die Handwerker, die in den nächsten Wochen ihr Haus wieder instand setzen werden, machen konnten. Wir haben die Verkleidung von jeder einzelnen Wand abgebaut und den Innenraum mit einem Mittel ausgespritzt das den Pilz bekämpft. Das war echt eine anstrengende Arbeit.
Abends hatten wir eine gute Zeit im Camp, da auch noch zwei andere Gruppen da waren. Die eine war von der Baylor Universität in Waco, Texas und die andere war aus Mississipi.

Am nächsten Tag waren wir in Galveston Bay, bei einer Familie deren Haus auch komplett unter Wasser stand. Auch hier mussten wir alle Gipsplatten von der Wand hauen und dann das Innenleben der Wand mit Chemikalien besprühen. Hinterher standen in der ganzen Wohnung nur noch Holzgerüste anstatt Wände.
Der Eigentümer war ein richtiger Seemann. Sein Boot lag ungefähr 200 Meter entfernt vom Haus, direkt neben dem Hafen. Es wurde von den Wassermassen aufs Land gedrückt.
Er war so dankbar für unsere Hilfe, dass er uns richtiges texanisches Essen zubereitete. Mitten auf der grössten Baustelle, wo sich rundherum der Müll häufte, machte er das Radio an und bereitete Grillfleisch und Bohnen zu.

Dort in Nassau Bay ist es eigentlich sehr schön, nur ist einem natürlich nicht nach Entspannung zumute wenn man weiss, dass es viele Leute gibt, deren Altersvorsorge einfach weggespühlt wurde.
Manche Ecken der Orte sind aufgeräumt oder wurden nicht so schlimm verwüstet, aber andere Stellen sind total zerstört. Eine Frau hatte einen Jetski in ihrem Garten liegen. Auf die Frage ob das ihrer sei antwortete sie nur: “Nein, das ist der von meinem Nachbarn, drei Häuser weiter …”. Der Jetski war einfach über den Gartenzaun geschwämmt worden. Unglaublich.
Es ist sehr eindrücklich solche Verwüstungen mit eigenen Augen zu sehen. So etwas kennt man normalerweise nur aus dem Fernsehen. Vor allem war es toll, den Menschen so viel Hilfe zu bringen. Unsere geleistete Arbeit ist riesen Segen für diese Leute, die alleine für das Abreissen der Innenwände 5000 Dollar hätten bezahlen müssen.
Wie kommt man überhaupt auf das Thema Mission bzw. Einsätze? Daniel, ein Teilnehmer unserer “Missions-Week” im Oktober berichtet:
Vor einiger Zeit macht er mit seiner Familie eine Reise auf die Philippinen. Er ist total begeistert von dem Land und will unbedingt wieder hin. Ungefähr zur gleichen Zeit wird ihm das Thema “Glauben” ganz neu wichtig.
Er bekommt den Wunsch, anstelle seines Zivildienstes den sogenannten “Anderen Dienst im Ausland” (ADIA) zu absolvieren. “Gibt es so etwas auch auf den Philippinen?” fragt er sich und die Antwort ist: Ja! Eine der anbietenden Organisationen heißt HELP International e.V.
Daniel nimmt Kontakt mit uns auf und hört auch von der “Missions Week”. Kurzerhand meldet er sich an, seine Erwartungen steigen.
Zuhause wird erst einmal ein bisschen gebremst. “Hör mal, erwarte nicht so viel, ja?”. Er tut es aber doch, steigt in den Zug und braust nach Lüdenscheid.
Nach dem Seminar sagt er zu uns: “Für mich steigerte sich das von Tag zu Tag. Die Lehre von Rick Joyner und den HELP-Mitarbeitern, der Austausch mit anderen Teilnehmern und Missionaren war super für mich.
Ich wurde ganz neu ermutigt, meinen Weg in Richtung Philippinen und “Anderer Dienst” weiterzugehen.”
Als HELP-Mitarbeiter sind wir begeistert, dass wir von Daniel und auch den anderen Teilnehmern ein so positives Feedback bekommen haben. Gerne möchten wir weiter dazu beitragen, dass Interessierte ihre ersten oder auch weitere Schritte in die Mission unternehmen können.
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