
Von Aurelle Bleile, HELP-Drogenreha Omsk. “Eine Bekannte erzählte mir von einem achtjährigen Mädchen, das zusammen mit ihrem Sohn in die zweite Klasse geht und völlig verwahrlost aussieht.
Bei der Abschlussfeier waren alle Kinder schön rausgeputzt, nur dieses Mädchen saß in seinen schmutzigen Kleidern alleine und traurig in einer Ecke. Tagelang ging mir diese Geschichte nach und immer wieder „musste“ ich im Gebet an dieses Kind denken. Also machte ich mich auf zu ihrer Klassenlehrerin, von der ich erfuhr, dass das kleine Mädchen sehr arm ist und es schon eine Hilfe wäre, wenn man ihr Hefte und Stifte besorgen und die Hausaufgabenbetreuung in der Schule bezahlen könnte. Dadurch könnte sie dann die meiste Zeit in der Schule verbringen und auch dort zu Mittag essen.
Am gleichen Tag lernte ich dann die Kleine kennen, völlig verdreckt, mit verfilztem Haar und alten viel zu großen Latschen stand sie vor mir und schaute scheu zu Boden. Meine Bekannte und ich versuchten mit ihrer Mutter zu sprechen. Sie und das Kind wohnen in dem verrufenen Armenviertel hier im Dorf, wo auch noch viele Alkoholikerfamilien leben.

Wir betraten das zerfallene Haus, das eher an einen Stall erinnerte, klopften an der angelehnten Wohnungstür, die sowieso nicht abschließbar war und da keiner öffnete, wagten wir uns hinein. Ein Bild des Schreckens und des Elends breitete sich vor unseren Augen aus. Wir stapften durch Berge von Müll und fanden dann im hintersten Zimmer eine alte Oma in Lumpen in einem Bett liegend. Neben ihr auf dem Boden saß ein nackter Junge von etwa zwei Jahren mitten im Müll, neben ihm eine alte Pfanne mit undefinierbarem Fraß.
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Dorfschule in Sasnowka
Offene Türen für die Drogenreha
Familie Bleile, die die HELP Drogenreha in Sibirien leiten, berichten: “Das Interesse unserer Mitbürger und das Entgegenkommen seitens der Regierung uns gegenüber hat sich in der letzten Zeit merklich gesteigert. Das liegt sicher in der Betroffenheit über das katastrophale Ausmaß der Drogen- und Alkoholsucht in Sibirien begründet.
In der hiesigen Dorfschule konnten unsere Männer auf Einladung des Bürgermeisters berichteten, wie sie mit Gottvertrauen und Reha frei von Drogen geworden sind. Mit einem hiesigen Arzt werden wir durch weitere Schulen “touren” um noch viel mehr Jugendlichen von unseren Erfahrungen mitzuteilen.
Viel Freude an unseren Jungs
Wir freuen uns über die gute Entwicklung in der Nachbetreuung. Jeder unseren Männer, der den ersten Abschnitt der Reha abgeschlossen hat, bekam eine Arbeit und lernt sich nun im Alltag zu bewähren. In den 2 Wohnungen in einem Plattenbau begleiten wir mittlerweile elf junge Männer in der ‘zweiten Etappe’.”
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren will, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen oder sich auch über unsere Website weiter zu informieren. Mehr >>

HELP-Drogenreha Omsk. “Mitte September war bei uns Kartoffelernte. Anna Andrewna, eine ältere gläubige Frau, die mit ihrem kranken Vater und invaliden Bruder in einem bescheidenen Häuschen wohnt, wusste nicht, wie sie diese schwere Arbeit alleine schaffen sollte.
Als einige unserer Rehabilitanden ihr kostenlose Hilfe anboten, konnte sie es kaum fassen und war sichtlich berührt. Obwohl unsere Jungs dafür ihren freien Nachmittag opferten und danach hundemüde ins Bett fielen, waren auch sie am Ende zufrieden. Es stimmt:
‘Geben ist seliger als Nehmen!’ (Apg.20,35b)
Vitali, der vor gut zwei Jahren seine Reha beendet hat und durch dessen Beispiel viele weitere Rehagäste zu uns kamen, heiratete am 20. September und wohnt jetzt mit seiner Frau ca. 200 Meter von unserem Zentrum entfernt. Wir freuen uns und sind gespannt, was sich daraus noch entwickeln wird.”
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Das Team von der HELP-Drogenreha in Omsk (Sibirien) berichtet: “Am 27.Juni fand bei uns im Garten wieder eine Tauffeier statt, zu der wir die Eltern und Angehörigen unserer Rehabilitanden eingeladen hatten. Die zehn Täuflinge erzählten, wie sie durch die Drogenreha und die damit verbundenen Glaubensschritte aus dem Teufelskreis von Sucht, Kriminalität und Gefängnis befreit wurden und baten ihre Eltern um Vergebung.
Jahrelang litten die Eltern unter den Folgen der Sucht ihrer Söhne, waren ständig zwischen Hoffen und Bangen, immer auf der verzweifelten Suche nach einem Ausweg. So war die Aufnahme in unser Rehabilitationszentrum für viele die letzte Hoffnung. Es war wirklich ein Tag der Versöhnung und ein wunderbares Bekenntnis für die befreiende Liebe und Wahrheit Gottes.”
HELP-Team Omsk
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Nach dem Reinigen des Kohleofens
Von HELP Sibirien. Dank der Unterstützung vieler Freunde, konnten wir in diesem Winter einen zusätzlichen Kohleheizofen einbauen lassen, sodass wir nur noch nachts ein paar Stunden mit dem teueren Öl heizen müssen. Nach den langen kalten Wintermonaten, mit monatelangem Dauerfrost und unserem zusätzlichen „Gefrierfach“ auf dem Balkon, wird es allmählich auch bei uns wieder „wärmer“.
Bis vor kurzem waren es nachts noch um die minus zehn Grad aber dann begann der Schnee tagsüber schon zu schmelzen und das bedeutete: der Frühling hat begonnen. Zurzeit wohnen 13 Rehabilitanten (=Gäste) bei uns im Haus und vier in der Nachbetreuung. In den nächsten Wochen werden vier weitere Gäste ihre Reha abschließen und in die Nachbetreuung wechseln.
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Von der HELP-Drogen-Reha in Omsk:
Seit sich herumgesprochen hat, dass Leute die Drogenreha bei HELP-Omsk erfolgreich abgeschlossen haben, hat das Team ständig neue Anfragen. Fast jede Woche wird ein neuer Rehagast aufgenommen. Immer wieder erleben sie, dass Rehabilitanden ihr Vertrauen auf Gott setzen und einen Neuanfang wagen. Hier sehen sie oft schon nach wenigen Monaten erstaunliche Veränderungen.
Seit kurzem treffen sie sich in ihrem Dorf nah bei Omsk auch mit Jugendlichen. Die meisten der Heranwachsenden hängen am Wochenende nur rum und betrinken sich. Unser Team, welches den “Großen” ja schon oft erfolgreich geholfen hat, möchte die jungen Leute jetzt erst mal kennenlernen und Vertrauen schaffen. Zusammen trinken sie Tee, hören Musik, machen Spiele und reden über Gott und die Welt. Später soll mehr daraus werden, zum Beispiel eine Jugendarbeit, die echte Lebensveränderung bewirkt.
- Auch in Russland spürt man die Wirtschaftskrise - viele Firmen sind ihr schon zum Opfer gefallen. Das ist natürlich nicht die beste Voraussetzung für die Rehabilitanden, die nach der Reha einen Job suchen. Jetzt hat sich durch einen Bekannten der Reha-Mannschaft die Möglichkeit eröffnet, bei einem großen Bauprojekt 750 Km entfernt mitzuarbeiten. Das Team hofft auf mehr und ist dankbar für diesen Anfang.
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Von unserem Team in Omsk:
“Schon lange suchen wir nach Möglichkeiten, wie wir besonders mit den jungen Leuten in unserem Dorf mehr in Kontakt kommen können. Viele von ihnen wissen am Wochenende nichts mit sich anzufangen, hängen rum und betrinken sich.
Nun hat es sich ergeben, dass wir ein Haus mitten im Dorf nutzen dürfen, welches die Mutter eines Rehabilitanden gekauft hat. Wir sind dabei, es herzurichten, damit wir die Jugendlichen dorthin einladen können.
In unserem “Teehaus” gibt’s dann natürlich den guten russischen Tee, Gemeinschaft und Spaß. Außerdem möchten wir ihnen von dem erzählen, der ihr Leben wirklich verändern und erfüllen kann: Jesus Christus.”
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Die HELP-Mitarbeiter aus Sibirien schreiben in ihrem neuesten Rundbrief: “Als es noch warm war, sind wir mit der ganzen Reha zwei Tage zum Baden und Angeln an einen großen See gefahren. Es war für alle ein tolles Erlebnis, inmitten der herrlichen Natur gemeinsam zu entspannen und Spaß zu haben.
Natürlich gab es gebratenen Fisch zum Abendessen, fröhliches Singen und endlose Geschichten am Lagerfeuer. Keiner von den Rehagästen hatte jemals einen solchen Ausflug ohne Alkohol oder Drogen gemacht und keiner konnte sich erinnern, dass es jemals so schön und harmonisch war.
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Leonid, aus unserer Reha in Omsk berichtet:
Ich bin in Chanty-Mansijsk aufgewachsen, einer kleinen reichen Stadt mit großen Öl- und Gasvorkommen, die ca.1600 km nördlich von Omsk liegt. Nach der Schule, studierte ich Ingenieurwesen in Tjumen, dort lernte ich Studenten kennen, die ab und zu Heroin nahmen und bald war ich einer von ihnen. Meine Mutter hat einen gut bezahlten Job bei einem großen Gaskonzern, sodass Geld nie ein Problem war. Deshalb konnte ich mir sogar eine eigene Wohnung in Tjumen einrichten und neben dem Studium meinem Drogen- und Partyleben nachgehen.
Als ich 21 Jahre alt war, starb mein Vater und damit auch die einzige wirkliche Autoritätsperson in meinem Leben. Bis dahin hatte ich immer Angst, dass mein Doppelleben auffliegen und mein Vater mich bestrafen würde, nun aber gab es kein Halten mehr. Ich machte Kurierfahrten für Zigeuner, die mit Heroin handelten und bekam auf diese Weise soviel Stoff, wie ich nur wollte. Allmählich ahnte meine Mutter, dass etwas mit mir nicht stimmte und wollte nun genauer wissen, was ich mir von ihrem Geld kaufe. Auch mit den Zigeunern klappte es nicht mehr, weil einige von ihnen verhaftet wurden. Um meine tägliche Dosis zu finanzieren, verkaufte ich nach und nach meine ganze Wohnungseinrichtung, machte Einbrüche, Überfälle und klaute alles, was man zu Geld machen konnte.
Schon nach wenigen Monaten schnappte mich die Polizei, meine Mutter wurde benachrichtigt und holte mich zurück nach Chanty-Mansijsk.
Obwohl sie mir einen gut bezahlten Job verschaffte und ich auch eine Freundin, eine Wohnung, ein Auto, usw. hatte, war ich nicht wirklich zufrieden und bald nahm ich wieder Heroin. Ich konnte kaum eine halbe Stunde irgendwo sitzen, ohne das Gefühl zu haben, irgendetwas zu verpassen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem tieferen Sinn und Ziel im Leben und oft hatte ich Angst, an einer Überdosis zu sterben.
Auf der Suche nach einem Ausweg, arbeitete ich fünf Monate in einem Kloster in der Nähe von Omsk, aber bald darauf hing ich wieder an der Nadel. Schließlich lag ich mit einer Überdosis in meiner Wohnung und wäre fast gestorben, wenn meine Freundin mich nicht gerade noch gefunden hätte. Nach einer Woche Intensivstation, machte ich mich mit meiner Mutter wieder auf den Weg ins Kloster. Unterwegs rief jemand meine Mutter an und erzählte ihr, von einem christlichen Drogenrehazentrum in der Nähe von Omsk und so kam ich vor fast sechs Monaten hierher.
Anfangs habe ich keine wirkliche Veränderung erwartet und dachte ich wäre vielleicht in einer Sekte gelandet. Durch die Hilfe von Fjödr, einem älteren Gast, bekam ich ein paar Antworten aus der Bibel und verstand, dass ich meine Sünden aufrichtig vor Gott zugeben muss. Innerhalb der nächsten zwei Wochen fielen mir unzählige Dinge ein, die ich seit meiner Kindheit getan hatte und schließlich bekannte ich all das ehrlich vor Gott. Augenblicklich spürte ich Frieden und Erleichterung, wie noch nie zuvor in meinem Leben. In den folgenden Monaten lernte ich Jesus und die grundlegenden Wahrheiten der Bibel immer besser kennen und weiß jetzt, dass mein Leben wirklich einen Sinn hat. Kürzlich kamen meine Mutter und mein Bruder für ein paar Tage zu Besuch und als ich mich ehrlich bei ihnen für all den Kummer und das Leid entschuldigte, hatten sie Tränen in den Augen.
Durch den Reichtum meiner Mutter stehen mir künftig viele weltliche Türen offen, aber all das interessiert mich nicht mehr. Ich weiß jetzt, dass Jesus lebt und eine Berufung für mein Leben hat und deshalb, gib es nichts Besseres, als nach seinem Willen zu leben.“
Viele ermutigende Dinge passieren zur Zeit in unserer Drogenreha in Sibirien (Omsk). Hier ein kleiner Einblick:
“Der Vater einer unserer Rehabilitanden, ein Bauunternehmer, ist ganz begeistert über die Veränderungen, die er im Leben seines Sohnes sieht.
Um unser Rehazentrum zu unterstützen, will er uns kostenlos drei kleine Gewächshäuser in den Garten stellen, wo wir für unseren Eigenbedarf Gemüse anpflanzen können. Außerdem hat er zwei unserer Nachsorgeleute in einer seiner Firmen angestellt und möchte dort gerne noch weiteren Leuten nach ihrer Reha Arbeit geben.
Inzwischen sind auch die letzten Innenausbauarbeiten bei uns im Zentrum abgeschlossen, sodass wir nach einer Möglichkeit suchen mussten, wie wir unsere Männer sinnvoll beschäftigen können. Seit einigen Wochen arbeiten die älteren Gäste täglich ein paar Stunden in einer großen Gärtnerei bei uns im Dorf. Das Ganze hat sich mittlerweile bewährt, denn sie können nicht nur ihre Arbeitskraft sinnvoll einsetzen, sondern tragen auch selbst dazu bei, ein Teil der laufenden Kosten zu decken.”
Download des neuen Omsk-Rundbriefes als PDF-Datei >>
Mehr zur Arbeit in Omsk auf unserer Hauptseite unter “Sibirien”.