Jul
30

Sibirien - Perlen im Schlamm

Posted by HELPer in HELP Philippinen, HELP Sibirien

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Von Aurelle Bleile, HELP-Drogenreha Omsk. “Eine Bekannte erzählte mir von einem achtjährigen Mädchen, das zusammen mit ihrem Sohn in die zweite Klasse geht und völlig verwahrlost aussieht.

Bei der Abschlussfeier waren alle Kinder schön rausgeputzt, nur dieses Mädchen saß in seinen schmutzigen Kleidern alleine und traurig in einer Ecke. Tagelang ging mir diese Geschichte nach und immer wieder „musste“ ich im Gebet an dieses Kind denken. Also machte ich mich auf zu ihrer Klassenlehrerin, von der ich erfuhr, dass das kleine Mädchen sehr arm ist und es schon eine Hilfe wäre, wenn man ihr Hefte und Stifte besorgen und die Hausaufgabenbetreuung in der Schule bezahlen könnte. Dadurch könnte sie dann die meiste Zeit in der Schule verbringen und auch dort zu Mittag essen.

Am gleichen Tag lernte ich dann die Kleine kennen, völlig verdreckt, mit verfilztem Haar und alten viel zu großen Latschen stand sie vor mir und schaute scheu zu Boden. Meine Bekannte und ich versuchten mit ihrer Mutter zu sprechen. Sie und das Kind wohnen in dem verrufenen Armenviertel hier im Dorf, wo auch noch viele Alkoholikerfamilien leben.

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Wir betraten das zerfallene Haus, das eher an einen Stall erinnerte, klopften an der angelehnten Wohnungstür, die sowieso nicht abschließbar war und da keiner öffnete, wagten wir uns hinein. Ein Bild des Schreckens und des Elends breitete sich vor unseren Augen aus. Wir stapften durch Berge von Müll und fanden dann im hintersten Zimmer eine alte Oma in Lumpen in einem Bett liegend. Neben ihr auf dem Boden saß ein nackter Junge von etwa zwei Jahren mitten im Müll, neben ihm eine alte Pfanne mit undefinierbarem Fraß.

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Jul
23

Texas - Ungeziefer und mehr…

Posted by HELPer in HELP USA, ADIA

 

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Florian Joos macht den “Anderen Dienst”  (ADIA) bei HELP Texas. “Heute wollte ich euch mal meine Mitbewohner vorstellen, die mir ab und zu Gesellschaft leisten.  Sie kommen sehr unregelmäßig, wenn sie aber mal da sind, bin ich immer froh, sie schnell wieder los zu haben. Jaja, so läuft das mit den Skorpionen.

Das Exemplar auf dem folgenden Bild hatte sich in einer Spinnenwebe verirrt.


Die Skorpione, die es hier in Texas gibt, sind aber nicht tödlich. Nachdem man gestochen wurde, kann die Stelle taub werden, ziemlich weh tun und man ist bestimmt ziemlich geschockt.

Ich bin noch nie von einem gestochen worden, aber man muss immer vorsichtig sein beim Arbeiten. Wenn man z.B. ein Brett vom Holzstapel holt, kann immer ein Skorpion drunter sitzen. Auch sollte man nie irgendwo drunter fassen, wenn man nicht hinsehen kann.

Im Sommer sind sie auch häufig in der Wohnung anzutreffen, da sie auf der Suche nach Wasser sind. Meine kommen, glaube ich,  immer durch den Waschbeckenabfluss im Bad rein.  Der Abfluss ist einfach ein Rohr, das hinter dem Haus in die Büsche fließt. Jaja, Texas…

 

 

Gerade bin ich mit nur einer Familie hier vertreten. Es ist dann alles ein wenig familiärer, was ich gar nicht schlecht finde. Seit Anfang Mai bin ich alleine in einem Wohncontainer.

 Ab August werden dann zwei ADIA - ler (ADIA anstelle von Zivildienst)  kommen, die sich das Ganze hier mal anschauen, da freue ich mich schon drauf.

Bis bald aus Texas.”

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Jul
12

Wien - Reha Spots

Posted by HELPer in HELP Wien

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Ein paar Notizen zum ganz normalen Leben in der HELP Drogenreha Wien. Alltägliche Dinge wie Lachen, Schlafen, Arbeiten, gemeinsam Essen und regelmäßige Bewegung haben einen unermesslichen Stellenwert. Man sagt, Kinder, die dreimal pro Woche mit ihren Eltern essen, bekommen eine größere Sicherheit in ihrem Sein. Diese kleinen alltäglichen Dinge haben eine große Auswirkung auf unser Leben.

Arbeit



 
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Paul, Leiter der Reha: „Die Arbeit fördert die Konzentration und die Fähigkeit mit Konflikten umzugehen. Die Reha-Gäste entdecken ihre praktischen Begabungen und schaffen etwas Sichtbares. Das gibt Perspektive für den Erfolg in der Arbeitswelt.“

 

Freizeit und Sport




 
Achim, verantwortlich für sportliche Aktivitäten: „Es ist interessant zu beobachten, wie Gäste, die erst gar keine Lust auf Sport haben, mit der Zeit Spaß daran bekommen. Durch kleine Erfolgserlebnisse erfahren sie, dass sie etwas schaffen können. Das gibt ihnen auch in anderen Bereichen des Lebens mehr Sicherheit.“
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Jul
2

Straßenkinder - Immer wieder neu

Posted by HELPer in HELP Philippinen, City Mission / Fathers House

“Hey Tante,” hörte ich eine raue und doch junge Stimme hinter mir herrufen, “nimm mich mit zu dir nach Hause!” Ich drehte mich um und mir fiel im ersten Moment nichts ein, was ich hätte erwidern sollen. “Ich kann doch kein Kind mitnehmen wie einen streunenden Hund!”, schoss es mir durch den Kopf. Dann sagte ich in unsicherem Tagalog und wenig überzeugt: “Das geht doch nicht, deine Mama wäre sehr traurig, wenn du nicht mehr bei ihr bist!” - “Nö, Tante! Die wäre froh, wir sind sowieso so viele. Die merkt gar nicht, wenn ich nicht da bin!” Solche Situationen waren für mich zu der Zeit noch unglaublich. Wir waren erst ein gutes Jahr auf den Philippinen, und ich ging ab und zu mit ein paar Leuten unter eine Brücke, um Straßenkinder kennen zu lernen. Kikay (das heißt übersetzt: leichtes Mädchen) war eine der ersten Kinder, mit denen ich etwas Zeit verbrachte. Sie war sieben Jahre alt, frech wie Rotz, immer dreckig und redete wie ein Buch, ihre Stimme klang dunkel und ihr Lachen war unwiderstehlich.

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Jun
29

Mission - Einblick mit Begeisterung

Posted by HELPer in Allgemein, Einsätze, Vision for Mission

Vision for Mission Juni 2010

Ermutigung, Begeisterung, Begegnung - das und so viel mehr war “Vision for Mission”. Hier konnten Interessierte und Teilnehmer von Kurzeinsätzen in das Thema Mission eintauchen.  Zusammen mit der Stream School und der Schule für Evangelisation und Mission in Lüdenscheid veranstaltete HELP dieses Wochenend-Seminar.

Walter Heidenreich, Leiter von FCJG/HELP in Lüdenscheid, ließ uns teilhaben an den vielen Erfahrungen, die er auf seinen missionarischen Reisen gemacht hat und  verdeutlichte, wie wichtig es ist, unseren Auftrag als Botschafter der Guten Nachricht wirklich wahrzunehnmen. Er begeisterte uns ganz neu, den Bibelvers ‘Strebet zuerst nach dem Reich Gottes…” (Mt. 6,33) ernst zu nehmen und zu leben.
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Jun
25

Straßenkinder - Bleistift anstelle von Schaschlik-Spieß

Posted by HELPer in HELP Philippinen, City Mission / Fathers House

Straßenkinderarbeit City Mission Manila

Aus dem neuesten Rundbrief von HELP City Mission/Father’s House.
Liebe Freunde, während der Sommer in Deutschland langsam erst Einzug hält, liegen 2 Monate Sommerferien in brütender Hitze hinter uns im Father`s House. Nach den verheerenden Stürmen im letzten Jahr, hatten wir nun eine enorme Trockenzeit bei Temperaturen bis zu 40 Grad.

Sommerspaß - Manila - City Mission News

Das hat uns nicht davon abgehalten ein aktives Ferienprogramm für die Kinder zu gestalten, damit keine Langeweile aufkommt. Es gab jeden Tag Kinderandachten, Schwimmunterricht, Holzarbeiten, Bastelspaß, Camping und einen HipHop-Tanz-Workshop etc. Das waren im wahrsten Sinne des Wortes ereignisreiche Wochen. Mittlerweile hat hier die Schule wieder begonnen, und mit von der Partie sind auch unsere vier neuen Kinder, die wir in den vergangenen Wochen von der Straße aufnehmen konnten.

Straßenkinderarbeit City Mission ManilaZum Teil haben sie noch nie einen Bleistift in der Hand gehabt, wissen aber, wie man vor der Polizei wegläuft oder sich mit Schaschlikspießen verteidigt. Zu unserer Überraschung klappt es zurzeit sehr gut, die Kids in unsere bestehende Father`s House Truppe zu integrieren. Im Moment betreuen wir 20 Kinder und Jugendliche. MARY fühlt sich jetzt geborgen und die dicken Wunden, mit denen sie zu uns kam, sind langsam abgeheilt. Sie war von älteren Straßenkindern schwer verprügelt worden und hat manch anderes Trauma hinter sich. JUNIOR wirkte auf der Straße wie ein Halbstarker, der sich gut alleine durchschlagen kann. Nun im Father`s House angekommen, stellen wir fest, dass er ein „normaler“ neunjähriger Junge ist, der spielen und lernen möchte. Das Essen am Tisch mit Essbesteck ist eine der größten Herausforderungen für ihn bei uns. Er liebt das Fahrradfahren und geht stolz in die Schule. JAY hat sich auf der Straße alleine durchgeschlagen. Sein Vater ist wegen Mordes im Knast, und seine Mutter will mit Jay nicht mehr viel zu tun haben. Sie hat eine „neue“ Familie. Weil er klein und schmächtig ist, wurde er auf der Straße als „Underdog“ behandelt. Im Father`s House blüht er nun auf und braucht sich nicht mehr vor den Bullies zu verstecken.
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Jun
22

Mongolei - Elterntag im Kinderhaus

Posted by HELPer in HELP Mongolei

Mongolei - Elterntag im Kinderhaus

Von den Mitarbeitern des HELP-Kinderhauses in der Mongolei.
Es ist Sonntagnachmittag. Das Haus ist auf Hochglanz geputzt, die Tische in den einzelnen Familienetagen sind hübsch gedeckt, Kuchenduft durchdringt das ganze Haus, die Kinder rennen aufgeregt herum … Ein besonderes Ereignis steht bevor: Familienbesuch! Mütter, Väter oder Geschwister, falls vorhanden, sind zu einer Zeit der Gemeinschaft eingeladen. Schon seit Tagen sind die Kinder voller Erwartung und Vorfreude, doch sie stellen sich auch die bange Frage, ob überhaupt jemand kommen wird. Schließlich haben sie so manche leidvolle Erfahrung hinter sich.

Aber außer Ariuna, deren Mutter irgendwo auf dem Land lebt, bekommen alle Besuch! Das Haus ist voller Leute, die Kinder zeigen stolz ihre Zimmer, singen Lieder, spielen kreative Stücke und tragen Gedichte vor. Sie sprudeln nur so über vor Freude. Doch auch Tränen fließen. Bei aller Wiedersehensfreude wird einigen Müttern bzw. Vätern doch schmerzhaft bewusst, welch kostbares Gut, nämlich die Familie, wegen Alkohol und anderen Problemen verlorengegangen ist.

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Jun
16

HELP Texas - Ein grosser Segen

Posted by usa in Allgemein, HELP USA

HELP Texas arbeitet unter obdachlosen Jugendlichen. Von Andrea Wuerz. Auch wenn ich nicht auf der Straße lebe, war das HELP for all Nations Team ein grosser Segen für mich.

Ich bin 23 Jahre alt, komme aus Austin und gehe schon seit acht Jahren in die gleiche Gemeinde, wie auch das HELP Team aus Deutschland.

Als ich anfing aufs College zu gehen, hatte ich eine ziemliche Krise und ich wusste nicht, ob der christliche Glaube mir überhaupt noch was bringt. Eine der Frauen aus dem HELP Team, hat mich während dieser Zeit betreut mich und mich durch diese Krise begleitet. Das war für mich eine echte Hilfe.

Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder bei ihrer Arbeit unter obdachlosen Jugendlichen mitgeholfen. Ich habe dadurch viel gelernt und ich genieße es einfach, Zeit mit dem Team zu verbringen.
Jedes Mal, wenn ich mit ihnen zusammen bin, bin ich so ermutigt und innerlich berührt. Sie sind ein großer Segen für jeden, dem sie begegnen.

Letzten Sommer habe ich sie bei der Instandsetzung ihres neuen Grundstückes unterstützt. Zu dieser Zeit war einem Team von ihrer Missionsschule in Deutschland hier in Austin.

Bei Cream and Sugar helfen wir den Leuten, die auf der Straße leben. Wir sprechen mit ihnen, hören zu und verbringen viel Zeit mit ihnen. Mit Kaffee, Snacks und Kleidung helfen wir ihnen ganz praktisch.

Während der Arbeit mit den Runaways habe ich gemerkt, dass sie mir in vielen Dingen ganz ähnlich sind. Einige von haben im gleichen Jahr wie ich Abitur gemacht, einige sind sogar hier in Austin aufgewachsen.

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Jun
11

Manila - Schule für Slumkinder

Posted by HELPer in HELP Philippinen, Arche Noah

Von HELP Arche Noah, einem Haus für ungewollte Kleinkinder (Manila, Philippinen).arche1.jpg

Seit drei Wochen haben wir ein neues Projekt in der Arche angefangen. Eine kleine Vorschule für Drei- bis Fünfjährige. Schon lange ist uns die hoffnungslose Situation der Kinder in den nahegelegenen Slums ein Anliegen. Die wenigsten der Kinder gehen zur Schule und oft setzt sich damit ein Kreislauf nach unten in Gang. Die Kinder sind sich selbst überlassen, haben alle Freiheit zu tun und zu lassen, was sie wollen. Sie lernen kaum etwas über Hygiene oder Benehmen und schon gar nicht lesen und schreiben.

Vorschulen gibt es wenige hier und die kosten Geld (ca 300 Euro im Jahr), weil sie privat sind. Dazu kommt, dass für die Einschulung in die 1. Klasse alle Kinder lesen können müssen. Es gab verschiedene Versuche, den Kindern durch Sponsoren den Schulbesuch zu ermöglichen. Aber das Geld wurde meistens für Essen und andere dringende Dinge ausgegeben, und zur Schule gingen die Kinder dann doch nicht. Es ist uns bewusst, dass das Problem bei den Eltern liegt, aber wir sehen, dass all die Jahre im „Überlebenskampf“ einen hohen Preis gekostet haben.

Jeden Morgen kommen die Kinder nun an und sind begeistert über das Neue, was sie lernen können. Die Mütter würden am liebsten auch dabei bleiben und selber lernen, vielleicht machen wir das mal in einem Sommerprogramm. Wir freuen uns auf jeden Fall über den guten Start in das erste Schuljahr und sind gespannt, wie es dann weitergeht.
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Jun
7

Bericht über Runaways in den USA

Posted by usa in Allgemein, HELP USA

Runaways in den USAHELP for all Nations ist der amerikanische Zweig von HELP International. Zur Zeit arbeiten wir haupsächlich in Austin, Texas und dienen dort vor allem jungen Obdachlosen. Es ist unser Wunsch, sie in eine rettende und lebensverändernde Beziehung zu Jesus Christus zu führen.

Am 6. März 2010 wurde im ARD dieser Weltspiegel Bericht ausgestrahlt, der einen kleinen Einblick in das Leben der “Runaways” ermöglicht.

http://www.hfan.org/gfx/multimedia.png   Weltspiegel vom 06.03.2010: Runaways in den USA